Sternberg-Grundschule gewinnt Innovationspreis für Bibliotheken der Länder Berlin und Brandenburg.

In einer bewegenden Veranstaltung, begleitet von der Big Boys Band der Paul-Dessau-Schule in Zeuthen wurde am 23. Oktober 2019 im Potsdamer Historischen Gewölbe der Innovationspreis für Bibliotheken der Länder Berlin und Brandenburg verliehen.

Von zwölf Anträgen wurden sechs nominiert, die heute Gelegenheit hatten, ihre Projektideen im festlichen Rahmen der Preisverleihung vorzustellen. Das über den Partner EBSCO Information Services GmbH und durch sechs weitere Förderer eingeworbene Preisgeld ermöglicht jedoch nur einem Sieger, sein Konzept umzusetzen. Die Entscheidung fiel bei der diesjährigen guten Bewerbungslage schwer. Nach Auszählung aller – gemäss der vereinbarten Indikatoren – vergebenen Punkte steht die Gewinnerin fest. Es ist die Schulbücherei der Berliner Sternberg-Grundschule mit dem Projekt On lit unter Leitung von Diana Johanns.

Ihr Antrag überzeugte mit seiner innovativen Idee, mittels neuer Medien die Lesemotivation der Kinder zu erhöhen und deren Lesekompetenz Schritt für Schritt zu verbessern. Ein positives Echo bei der Zielgruppe lässt sich nicht nur durch die Internetpräsenz, sondern auch durch die Integration spielerischer Elemente wie Avatare und animierte Zeichentrickfilme erwarten, welche – gleich den Hörproben – von den Schüler/-innen selber gestaltet werden. Dadurch, dass in allen Sprachen gelesen werden darf, wird gleichzeitig dem multikulturellen Charakter der Sternberg-Schule Rechnung getragen. Mit der Textauswahl, dem Vortrag der Texte und der Medienproduktion stehen vielfältige Kernkompetenzen für die gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt des Projekts. Die Jury sieht in der Verbindung der konkreten Bibliotheksarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Sternberg-Grundschule mit digitalen Anwendungen einen erfolgversprechenden medienpädagogischen und demokratiefördernden Ansatz, den physisch verorteten Service der Schulbibliothek zu erweitern und ihm eine motivierende weltweite Perspektive zu geben. Die fließenden Übergänge zwischen analoger und digitaler Medienrezeption werden aktiv und partizipativ in den Lernprozess involviert. Durch die Einbindung der Familien wird auch der Verbindung zwischen Schule und Gesellschaft Rechnung getragen. Das Projekt ist beispielgebend für die Medienarbeit an Schulen im Sinne des DigitalPakts Schule 2019-2024 der Bundesregierung und zeigt die besondere Bedeutung von Bibliotheken für sein Gelingen.

Der Preis wird seit 2017 von der Berlin-Brandenburgischen Stiftung für Bibliotheks-Forschung e.V. verliehen.