Eine Reise nach Osnabrück

Am Dienstag, dem 24. September 2019 fand in Osnabrück der 7. Niedersächsische Schulbibliothekstag statt.

Im Auftrag der dbv-Kommission Bibliothek und Schule übernahm ich diesen Reisepart, wohlwissend, dass die Anreise mit der Bahn oder dem Auto an einem Tag nicht möglich ist.

Aufsteller beim Empfang

Es sei an dieser Stelle betont, dass die Reise noch lohnenswerter war als ich erwartet habe. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Ich beschloss Mitte Juli mit dem Auto zu reisen, wissend, dass der Stau und der Verkehr auf der A2 nicht weniger geworden ist. Da meine erwachsenen Kinder noch da waren, beschloss ich am Dienstagmorgen um 3.30 Uhr auf die Autobahn zu starten. Ich war pünktlich um 9 Uhr am Gymnasium an der Wüste, war über 430km ohne Stau von Berlin-Osnabrück gefahren.

Das Programm des niedersächsischen Schulbibliothekstages war viel kleiner. Aber schon in der Aula und Eingangsbereich der Schule wurde man mit Kunstprojekten überrascht. Die gastgebende Schule, das Gymnasium „In der Wüste“ hatte sich fein gemacht und man begrüßte die weit angereisten Gäste des Flächenlandes Niedersachsen mit einer Big Band.

Eröffnet wurde der Schulbibliothekstag vom Schulleiter und den Regionalbeauftragten für Schulbibliotheksarbeit und Leseförderung bei der Landesschulbehörde.

Am Markt der Möglichkeiten war neben ekz, Buchhandlungen und Bibliotheksständen Vertreter der Fachstelle für Öffentliches Bibliothekswesen und die Akademie für Leseförderung, die zusammen mit der Schule und den Regionalbeauftragten die Organisation übernommen hatte.

Book Tasting mit Leseförderung, Hunde, Bilderbücher vom Workshop V4

Mein erster Workshop hatte das Thema „Wie geht Schulbibliothek in der Grundschule?“. Lehrerin Heike Busse, die auch seit 20 Jahren als Regionalbeauftragte für Schulbibliotheksarbeit und Leseförderung bei der Landesschulbehörde, Abteilung Braunschweig arbeit, nahm die Teilnehmer*innen aktiv in den Betrieb einer Schulbibliothek aus Lehrersicht mit. Ich wurde dort mit meinen Erfahrungen abgeholt, wo ich als Expertin am 22. Oktober am Werner-von-Siemens-Gymnasium selbst den Workshop „Was ist eine gute Schulbibliothek?“ geben möchte. Die Einladung finden Sie hier:

Einladung 22.09.2019-WvS

Vieles erkannte ich aus meiner eigenen Praxis wieder, aber im Laufe des Tages wurde mir bewusst, wie wertvoll diese Begegnungen auch als Feedbackgeber für die Fachkolleg*innen und Organisator*innen sind.

Blick in die Schulbibliothek am Gymnasium „In der Wüste“

Nach der gut organisierten Mittagspause im Vereinsheim des VfL Osnabrück blieb Zeit für eine kurze Besichtigung der Schulbibliothek im Aufbau.

Um 13 Uhr kam der hohe Besuch aus der Politik und Verwaltung. Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne hielt ein Grußwort vor den Vertretern aus Stadt und Verwaltung und den Teilnehmer*innen und Organisatoren des Schulbibliothekstages. Ausgezeichnet wurden außerdem die Sieger des Niedersächsischen Schulbibliothekswettbewerbes 2019 in drei Kategorien.

Nach einem Musikalischen Nachtisch mit der Brassband des Gymnasiums „In der Wüste“ war ein weiterer Besuch des Marktes der Möglichkeiten möglich, bevor die 2. Workshopschiene folgte.

Der Tag klang aus mit Bettina Huhn und dem Workshop N6 „Lebendige Bibliotheksführungen mit Knolle Murphy“, der uns in die Praxis brachte und die meisten Teilnehmer*innen des Vormittags wieder dabei waren.

Um 16 Uhr endete ein sehr gelungener Schulbibliothekstag, der zeigte, dass das Interesse zum Erfahrungsaustausch nicht unterschätzt werden darf und das Geben und Nehmen für Alle im Vordergrund steht.

Ich bedanke mich für einen sehr intensiven Erfahrungsaustausch. Die Akademie für Leseförderung übernahm die Flyerverteilung der dbv-Kommission Bibliothek und Schule, so dass ich selbst Gespräche anbieten und die Markstände besuchen konnte.

Sehr beglückt und mit sehr viel Infomaterial fuhr ich mit dem Auto wieder nach Hause. Eine letzte geplante Übernachtung führte mich nach Helmstedt an die ehemalige deutsch-deutsche Landesgrenze, die die Entwicklung der letzten 30 Jahre sehr present werden ließ.

Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Tag! Ich habe viele neue Ideen und Visionen mitnehmen können. Wir sind auf einem sehr guten Weg!