„(Offene) digitale Bildung – Was braucht die Berliner Bildungslandschaft?”

Diesem Thema stellten sich am Dienstag dem 6.9.2016 im Berliner c-base die Vertreter der Berliner Abgeordnetenhausfraktionen Matthias Trenczek (SPD), Thomas Birk (Bündnis 90/Grüne), Martin Dickopp (FDP) und Franz-Josef Schmitt (Piraten). Eingeladen hatten Wikimedia und das Bündnis Freie Bildung. Das Podium sprach über Vorteile und Chancen von Open Educational Ressources (OER), über ihre Erfahrungen und weitere Ziele für die nächste Wahlperiode. Lehr- und Lernmaterialien sollten ohne technische und rechtliche Hürden über das elektronische Netz erreichbar und nutzbar sein. Das würde für alle Lehrenden und Lernenden in Berlin gewünscht. Dabei spielten Kenntnisse und Bewußtsein über Technik und Recht eine Rolle, die in Fortbildungen entwickelt werden könnten.
Auch die Wichtigkeit von Landeslizenzen zur Absicherung der Lernmittelfreiheit wurde angesprochen, denn OER seien nicht automatisch kostenneutral. Bereits vielfach vorhandene OER müssten übersichtlich und leicht handhabbar auf einer Berliner Plattform verzeichnet werden. Die Entwicklung neuer rechtlicher Modelle, der Ausbau der technischen Infrastruktur an Schulen, Zeitkapazitäten für Lehrkräfte bei der Erstellung von OER und notwendige Personalkapazitäten für die IT-Arbeit an Schulen wurden von den Anwesenden diskutiert. Auf die Frage, inwieweit Schulbibliotheken in diesem Prozess mitgedacht würden, reagierte das Podium mit kreativem Erstaunen und hielt fest, dass professionelles Bibliothekspersonal tatsächlich das Verzeichnen von gedruckten und elektronischen Materialien in Katalogen und Datenbanken beherrscht. Fachleute aus dem Bibliotheksbereich könnten Lehrende und Lernende auch bei der Förderung des Lesens und digitalen Lesens sowie beim digitalen Publizieren unterstützen. Wir sind gespannt auf die weitere Arbeit des Bündnisses Freie Bildung in der nächsten Wahlperiode.