Lese- und Literaturpädagogik: Halbzeit für den ersten Jahrgang der Weiterbildung in Berlin

Im September berichtete Petra Lölsberg vom Start der Weiterbildung zur Lese- und Literaturpädagogik. Nun gibt sie einen Überblick zur Halbzeit:

Bild1Bergfest in Berlin. Die Berliner Teilnehmerinnen der Weiterbildung „Lese- und Literaturpädagogik/ BLV“ haben die Hälfte ihrer Ausbildung bereits geschafft. Wie gerade bekannt wurde, findet eines der bundesweiten Prüfungskolloquien 2017 für alle Prüflinge der Lese- und Literaturpädagogik am Berliner Standort statt. Doch bis es soweit ist, müssen die Berliner monatlich noch je ein Seminar aus den Bereichen Pädagogik und Entwicklungspsychologie, Erzählen, Vorlesen und Schreiben, Kinder- und Jugendliteratur, Literacy und Lesedidaktik belegen, fleißig Praxisstunden sammeln und eine Abschlussarbeit schreiben. Die Weiterbildung ist profund und legt hohe Qualitätsmassstäbe, denn Literaturpädagogen stärken die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse, die Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Literatur öffnen, und entwickeln und vertiefen diese. Verantwortlich für die Berliner Schulung ist Bettina Braun, selbst zertifizierte Lese- und Literaturpädagogin und natürlich Mitglied im Bundesverband.

Methoden

Jule Pfeiffer-Spiekermann

Sie hat ihre Adeptinnen zur Halbzeit aufgefordert, eine Lesewoche zum Thema „Zeitreisen“ für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 – 3 oder 4 – 6 unter Praxisbedingungen zu gestalten. So konnten sie ihre bisher erlernten Kenntnisse auf Tauglichkeit überprüfen. Die Rückmeldungen der Erzieher und Erzieherinnen, sowie der Lehrerschaft waren durchweg positiv: „Für die Schüler waren die Zeitreisen spannend. Ich fand die Projekte sehr einfallsreich und atmosphärisch ansprechend. Außerdem haben wir alle etwas dabei gelernt, “ so eine der Lehrerinnen.

Bild3 Als „anstrengend, anspruchsvoll, aber auch ungeheuer bereichernd“ bewerten die Teilnehmerinnen die Schulungen. „Wir schätzen die Qualität der Dozentinnen und Dozenten sehr. Kompetenz und profunde Kenntnis in ihrem Fachgebiet gepaart mit der Bereitschaft, ihr Wissen gerne an uns weiterzugeben.“ Die Mischung aus Theorie und Praxis sei ausgewogen. Viel konkretes Wissen werde vermittelt und das Miteinander sei sehr freundlich. Die Berliner Teilnehmerinnen kommen aus unterschiedlichen Berufen: Journalistinnen, Erzieherinnen, Bibliothekare und Schulbibliothekare, Buchhändler und Verlagsfachleute. Ihnen allen kommt der modulare Studienaufbau entgegen. Dadurch ist es möglich, den Studienplan auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden. Jedes Seminar steht für sich und kann einzeln besucht werden, was so mancher Interessent auch tut. Jede Einheit schließt mit einer Bescheinigung ab. Nur wer vom Bundesverband zertifizierter Literaturpädagoge/in werden will, muss das komplette Curriculum abarbeiten und eine zentrale Prüfung ablegen mit Abschlussarbeit und Kolloquium. Übrigens können an allen Weiterbildungsorten dieser Weiterbildung Seminare belegt werden.

In Berlin finden regelmäßig Schnupperkurse statt. Darüber hinaus berät die Berliner Studienleiterin Bettina Braun jede interessierte Person individuell. Weitere Informationen unter www.literaturpädagogik.berlin.

Weitere Information und Anmeldung:
Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V. InFobiS – Diakonisches Institut für Information, Fortbildung und Supervision Bettina Braun
Wilhelmstr. 115, 10963 Berlin
Telefon: (030) 6959 8082 E-Mail: braun.infobis@gmx.de
www.literaturpädagogik.berlin