Weiterbildung zur Lese- und Literaturpädagogik ist in Berlin gestartet

Von Petra Lölsberg, www.literaturpädagogik.berlin

Große Begeisterung herrscht im ersten Berliner Seminar der Weiterbildung „Lese- und Literaturpädagogik“, das diese Woche begonnen hat. Die Organisatorin Bettina Braun, die in Berlin die Vertreterin des Bundesverbandes Leseförderung ist, hat ein kompetentes und praxiserprobtes Dozententeam für die Weiterbildung verpflichtet, wie z.B. die Sprechtrainerin Tina Kemnitz, die Schriftstellerin Ilke S. Prick oder Sarah Wildeisen, Leiterin der Fahrbibliothek Berlin Mitte. Entsprechend positiv ist die Resonanz der Teilnehmerinnen: „Allein an den beiden ersten Seminartagen haben wir so viel konkretes Wissen an die Hand bekommen, dass sich die Teilnahme bereits jetzt gelohnt hat“ schwärmt eine Teilnehmerin.

Die Namen der Teilnehmerinnen von links nach rechts: obere Reihe: Sibylle Goez, Maria Kiewitt-Mews, Martina Geier-Thomas, Christine Straten untere Reihe: Corina Benslama, Heike Brillmann-Ede, Friederike Pichotta, Petra Lölsberg

Die Namen der Teilnehmerinnen von links nach rechts:
obere Reihe: Sibylle Goez, Maria Kiewitt-Mews, Martina Geier-Thomas, Christine Straten
untere Reihe: Corina Benslama, Heike Brillmann-Ede, Friederike Pichotta, Petra Lölsberg

Es sei auch fantastisch, neue Kontakte zu den anderen TeilnehmerInnen zu knüpfen, denn die Weiterbildung richtet sich an Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die bereits in der Leseförderung aktiv sind. Für den Bundesverband Leseförderung ist die Weiterbildung ein wesentlicher Baustein zur Qualifizierung und Professionalisierung der Leseförderung. Mit Berlin macht nun der dreizehnte Standort für die qualifizierende Weiterbildung auf.

Die Weiterbildung will die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse, die Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Literatur öffnen, entwickeln und vertiefen. Das Studium gliedert sich in Präsenz-, Praxis- und Selbststudienzeiten auf. Insgesamt sind 600 Stunden und 400 Praxisstunden in den Bereichen Pädagogik und Entwicklungspsychologie, Erzählen, Vorlesen und Schreiben, Kinder- und Jugendliteratur, Literacy und Lesedidaktik sowie Planung, Organisation, PR und Management zu absolvieren. Mindestens 346 Unterrichtsstunden sind Präsenzeinheiten.

Tina Kemnitz

Um Angestellten und Freiberuflern diese Form der Professionalisierung zu ermöglichen, ist es modular bundesweit aufgebaut und dadurch sehr flexibel: An allen Weiterbildungsorten, die diese Weiterbildung anbieten, können die Teilnehmer die Seminare ablegen. Jede Seminareinheit schließt mit einer Bescheinigung ab. Die einzelnen Module dauern zwischen drei bis fünf Tagen und können auch einzeln belegt werden. Nur wer den Titel der qualifizierten Lese- und Literaturpädagogik (BVL) führen will, muss die im Curriculum vorgeschriebenen Inhalte und Unterrichtseinheiten abarbeiten und eine zentrale Prüfung ablegen, die eine Abschlussarbeit und ein erfolgreich zu bestehendes Kolloquium umfasst.

Nach zwei Jahren Weiterbildung gelangt man zum Abschluss zur zertifizierten Lese- und Literaturpädagogin. Darauf achten nicht nur die einzelnen Anbieter, sondern auch der Bundesverband, dessen erklärtes Ziel es ist, das Berufsbild der Lese- und LiteraturpädagogInnen zu etablieren. Dazu sind qualitative, einheitliche Standards wichtig, auch um Arbeits- und Wirkungsweise zu professionalisieren.

Weitere Informationen:

Bundesverband Leseförderung e.V.
Ansprechpartnerin für Berlin:
Bettina Braun
Telefon: (030) 6959 80 82 braun.infobis@gmx.de oder
weiterbildung@bundesverband-lesefoerderung.de