Erfahrungsaustausch dringend erwünscht! Workshop in Treptow-Köpenick

 

DSC01802Vom 8.-10. April 2015 fand in Oberschöneweide im FoBiZ (Fortbildungszentrum) Treptow-Köpenick ein Workshop zum Thema Schulbibliotheken statt. Der Einladung von Simone Frübing, Koordinatorin der schulbibliothekarischen Arbeit in Treptow-Köpenick und Ansprechpartnerin für die Berliner Schulbibliotheken in der AGSBB, folgten 25 Teilnehmer aus 4 Bezirken und nutzten die Chance, auch andere Mitstreiter und Praxisberichte kennenzulernen.

Erfahrungsaustausch stand im Mittelpunkt, um sich gegenseitig unterstützen zu können. Der Workshop wurde zusammen mit der Pro-AB e.V. geplant und langfristig vorbereitet. Heidrun Westphal, Betreuerin von Maßnahmen, die selbst schon eine Schulbibliothek aufgebaut hat, begleitete uns in den 3 Tagen. Herzlichen Dank!

Was macht eine gute Schulbibliothek aus? – Um eine gute Schulbibliothek mitgestalten zu können, bedarf es viel Unterstützung innerhalb der Schule. Mein Blick geht an dieser Stelle immer wieder in die Lenauschule, die mit ihrem Filmprojekt „Es war einmal ein Zebra“ 2007-2009 wunderbar gezeigt hat, wie Schule mit allen Partnern arbeitet und die Schulbibliothek in die Lesekultur integriert sein kann. Unser Einstieg in den Workshop und die Diskussion war dieser Film.

Einige Teilnehmer sind neu im Bereich Schule, andere bereits seit 4 Jahren aktiv. Hier einen interessanten Workshop über 3 Tage zu gestalten, war keine leichte Aufgabe. Mitarbeiter zu motivieren, die befristete Verträge haben, aber gerne ihre Arbeit fortsetzen möchten, ist unser Auftrag. Wir suchen dringend nach Lösungen.

Werbung für den aktuellen Wettbewerb „Schulbibliothek des Jahres 2015“ ist dabei eine gute Unterstützung, um zu zeigen, was an anderen Orten möglich ist….

2. Tag – Gruppenarbeit! 3 Arbeitsgruppen tauschten sich aus und kamen zu den folgenden Ergebnissen:

im Bild zu sehen die Ergebnisse und die Präsentation der Gruppe 2

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Wünsche der neuen Mitarbeiter (Gruppe 3): Vorgabe: ein Wort/ein Satz zu einer guten Schulbibliothek:

  • Willkommenskultur schaffen – Unterstützung von der Schule
  • Behaglichkeit für Leser schaffen,
  • aktuelle Bücher, Internetanschluss, Festgesetzte Termine mit den Lehrkräften, um zusammenzuwirken
  • Sauberkeit, wann wird gereinigt?
  • Kommunikation! Wichtig zu Fragen!
  • Gute Zusammenarbeit – aktueller Bücherbestand
  • regelmäßige, verlässliche Öffnungszeiten
  • Zusammenarbeit mit anderen Schulbibliotheken und Austausch
  • Zusammenarbeit mit der Schule (fester Ansprechpartner)

Die erfahrenen KollegInnen der Gruppe 1 erhielten als Auftrag, die Meinung der AGSBB auf der Mitgliederversammlung „Was macht eine gute Schulbibliothek aus?“ noch zu ergänzen oder zu bewerten:

Hier die interessanten Ergebnisse:

1. Finanzen: Klärung der Finanzen allgemein und besonders die Ausstattung für allgemeine Büromaterialien, Ansprechpartner Sekretariat der Schule? Wer finanziert?

2. Ausstattung:

PC-Ausstattung, neue Regale, neue Literatur, aktuelle Software und Internetzugang!!! auch für Antolin

Einigung auf eine einheitliche Erfassung der Bestände und Modalitäten der Ausleihe

Was passiert mit Altbeständen, die nicht mal mehr verschenkt werden können?

3. Ausbildung:

Schulbibliothekarische Ausbildung, mindestens gemeinsame Einleitungsveranstaltung neuer Kollegen

3. Tag – Auswertung und Fragen, die uns bewegten

DSC01805Am Workshop nahm auch Aleksandra Smuda teil, die uns u.a. ihre Arbeit mit Antolin zeigte und am Beispiel der „Pippilothek“ in Gruppenarbeit vorführte. Aleksandra und ich waren 2011 zusammen auf Schulbibliothekstour in Schweden und im Sommer 2013 in Polen.

Mein Anliegen war an dieser Stelle auch, auf die Ressourcen und Unterstützung der Öffentlichen Bibliotheken hinzuweisen und die Nutzung des VÖBB in Berlin auch für die eigene Arbeit zu nutzen und nutzbar zu machen.

Bei unserem Blick auf die Seiten der Stadtbibliothek Lichtenberg, Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg, der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg, der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf und der Stadtbibliothek Treptow-Köpenick fanden wir viele interessante Hinweise und auch den Eröffnungstermin der neuen Mittelpunktbibliothek Treptow. Das neue Haus am Bahnhof Schöneweide öffnet am 13. April 2015 erstmalig für seine Leser. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit, neue Wege und wünschen der Stadtbibliothek und dem Bibliotheksteam des Hauses an der alten Feuerwache viele neue und nette Leser und vor allem zufriedene Besucher. Wir werden das Haus gerne mit den Schulen und Schulbibliotheken im Schulbibliotheksverbund nutzen.

Wohlfühlklima für einen Workshop schaffen? Es gibt bestimmt nicht viele Referenten, die dafür Kuchen backen, aber es war ein guter Start. Ich danke an dieser Stelle dem FoBiZ Treptow-Köpenick für die Nutzung der Räume und die tolle Versorgung an drei Ferientagen. Am 3. Tag brachten die Teilnehmer dann kleine Aufmerksamkeiten für alle mit. Der Kuchen von Frau Westphal von einem Bäcker in Oberschöneweide war richtig lecker und wir hatten alle beste Laune, nicht nur wegen den Frühlingstemperaturen. Wir beendeten den Workshop mit dem Film über die „Lesetage 2014“ in Marzahn-Hellersdorf, der unbedingt öfter gezeigt werden sollte, weil hier das Engagement aller, von Schule, Bibliotheken, vielen Leseorten, von Verwaltung und Politik in einem besonderen Blick gezeigt wird!

Alle haben das Feedback gegeben, dass es ein sehr schöner Workshop war, der viele Denkanstöße auch für das tägliche Leben gegeben hat. Erfahrungsaustausch ist wichtig! Das war im Vorfeld der Wunsch der Teilnehmer.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die durch ihr Feedback auch auf unsere Arbeit in der AGSBB und für Schulbibliotheken allgemein für einen neuen Motivationsschub durch die Freigabe der Ergebnisse für die Öffentlichkeit beigetragen haben.