Wer lesen kann, kann auch die Welt verändern

Wir freuen uns über diesen inspirierenden Artikel in dem Online Magazin „ Existenzielle“ über unser Gründungsmitglied Bettina Braun (Lesekeller der Adolf-Glaßbrenner-Grundschule) und die Lese- und Literaturpädagogik:

Wer lesen kann, kann auch die Welt verändern. Bettina Braun, Lese- und Literaturpädagogin.

Die Autorin ist die Schriftstellerin Ilke S.Prick.

Hier ein kleiner Ausschnitt:
Bettina Braun

Bettina Braun und die Lese- und Literaturpädagogik. Die Existenzielle, Artikel von Ilke S.Prick (Foto von Katja Clemens)

„Welchen Platz haben Bücher in einer Welt, die ihr Wissen zunehmend aus dem Internet bezieht? Welche Rolle spielt Lesen in Zeiten, in denen die Lesekapazität von Kindern und Jugendlichen in einigen Fällen die Länge einer WhatsApp-Nachricht nicht mehr überschreitet? Sind Geschichten, egal ob gelesene oder selbst erfundene, wirklich noch wichtig?
„Wer anfängt zu lesen, beginnt auch Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen“, sagt Bettina Braun. „Wir erleben hier in der Schule oft, dass sich die Kinder in den ersten zwei Jahren noch irgendwie verständigen können, aber ab der dritten Klasse, wenn es komplexer wird, reichen die Worte und Denkstrukturen nicht mehr aus. Lesen, Sprache und Denken gehören aber eng zusammen. Je mehr Worte jemand benutzen und inhaltlich füllen kann, desto differenzierter wird auch das Denken.“
Wer lesen könne und Texte verstehe, so Bettina Braun, komme irgendwann an den Punkt, Dinge vergleichen zu können und zu überlegen: finde ich das richtig oder finde ich das nicht richtig? „So bringt dir das Lesen im Grunde ein Stück weit das Denken bei und ist eine Grundlage zum Handeln und zum Verändern. Und nur wenn wir Menschen haben, die differenziert denken, haben wir auch eine Chance, eine menschenwürdige Gesellschaft mitzugestalten. Denn Gesellschaft sind ja wir. Gesellschaft ist nicht eine Masse, sondern setzt sich aus Individuen zusammen. Und darum ist es auch so wichtig, dass jeder Mensch die Chance bekommt, sich mit seinen Gedanken und Ideen einzumischen.
Hier wird auch auf die Berufsbegleitende Weiterbildung Lese- und Literaturpädagogik in Berlin hingewiesen:
„Und so entstand in einem Gespräch mit dem Diakonischen Werk die Idee, in Kooperation mit dem Bundesverband Leseförderung e.V. und unter dem Segel von InFobiS, einer Fortbildungseinrichtung des Diakonischen Werks, auch in Berlin eine berufsbegleitende Weiterbildung Lese- und Literaturpädagogik aufzubauen. In diesem Rahmen werden ab März 2015 Menschen, die aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Bibliothekswesen und Buchhandel stammen, all denen Wissen und Handwerkszeug vermitteln, die Interesse an Literaturvermittlung haben und sich eine professionellere Basis für ihr Herangehen wünschen. Darüber hinaus gibt es Kurse für die Praxis, und so sind im Lehrplan SchauspielerInnen und MärchenerzählerInnen ebenso zu finden wie SchriftstellerInnen.“
Wenn Sie mehr über die Weiterbildung erfahren möchten, können Sie auf unseren Seiten (wir hatten berichtet) und direkt beim Bundesverband Leseförderung nachlesen.