Auf Schlagwortsuche in der AGB

Freundlich wurden wir von Frau Schmitt empfangen. Wir, das sind 14 Mitglieder der AGSBB, die am warmen Nachmittag des 21. Mai der Einladung in die Amerika-Gedenkbibliothek gefolgt sind.

Und das Kommen hat sich gelohnt, es wurde ein langer, interessanter, unterhaltsamer und informativer Vorabend mit hervorragender Verpflegung. Für alles großer Dank an die AGB und vor allem an Frau Schmitt und Herrn Scheffler.

Denn neben Frau Schmitt, die uns später unter dem Motto „Alles zu einem Thema unter einem Begriff“ Tipps zur Schlagwortvergabe gab, hat sich der Leiter der Kinder und Jugendbibliothek, Herr Scheffler, Zeit für uns genommen.

Eindrucksvoll, die frisch renoviert und durchdacht gestaltete Kinder- und Jugendbiblio­thek. Das dezente original-grau der Wände kontrastiert mit farbigen (Sitz-) Elementen, was der größten Kinder- und Jugendbibliothek Deutschlands einen ruhigen, freundlichen Ein­druck gibt. Verschiebbare Regale ermöglichen Veranstaltungen außerhalb der Öffnungs­zeiten.

Sensibel die Auswahl der Medien. Erworben wird weniger das, was sich unter den Top-Ten der Kinder- und Jugendbücher findet. Die LektorInnen suchen nach Außergewöhnlichem, für Kinder und Jugendliche in Berlin bedeutsamen: sie gehen z.B. auf die Suche nach CDs aller Berliner Bands oder prüfen russischsprachige Sachbücher. 9000 Neuwerbun­gen kauft die Kinder- und Jugendbibliothek im Jahr.

Bei der Aufstellung der Medien geht der Hallesche Komet neue Wege. Die Sachbücher sind in Gruppen, orientiert an den Interessen der Kinder und Jugendlichen, aufgestellt – alle gemeinsam und nicht nach Alter getrennt finden sich so Bücher zum Thema „Soziales“ oder „Berufe“ in einem Regal. 

Beeindruckend der riesige Bestand von 135.000 Medien, die große Zahl der LeserInnen und der Ausleihen, nur eine Zahl ist viel zu klein: die Fläche. Mit nur 400 qm fehlt es der Bibliothek an Lese-, Lern -und Gesprächsplatz für die zahlreichen LeserInnen.

Das alles machte Eindruck auf die SchulbibliothekarInnen und forderte immer wieder den Vergleich mit den Möglichkeiten der eigenen Schulbibliothek heraus.

In den Mittelpunkt rückte dabei die Frage, wie die Bücher in der eigenen Schulbibliothek aufgestellt werden sollen. Offen blieb, ob es für Schulbibliotheken vorteilhaft ist, sich den öffentlichen Bibliotheken anschließen und sich für die SfB (Systematik für Biblioheken) zu ent­scheiden oder eigene Wege zu gehen und in jeder Bibliothek eine eigene Systematik zu erarbeiten.

Die Besonderheit, dass jede Schulbibliothek ein einmaliges Wesen ist, was dazu führt, dass jede Bibliothek andere Voraussetzungen hat, wurde auch in der anschließenden Schlagwortschulung durch Frau Schmitt immer wieder deutlich.

Mit Leichtigkeit ebnete Frau Schmitt uns einen Zugang zu Formschlagwörtern, Normdatei­en und Homonymzusätzen. Geduldig und humorvoll führte sie uns auf den Weg zum richti­gen Schlagwort. Deutlich wurde, nur eine regelgeleitete Schlagwortvergabe eröffnet bei der Schlagwortrecherche einen präzisen thematischen Suchweg.

Ein schwieriger Weg auch, weil ihn im Moment jede Bibliothek mit ihren ganz individuellen Voraussetzungen für sich alleine bewältigen muss – aber dank Frau Schmitt, auf einer so­liden fachlichen Grundlage.

 

Bei Fragen zum Thema „Schlagwort“ können Sie sich gerne an Frau Schmitt wenden:
Andrea Schmitt
Leitung Schlagwortredaktion
Kompetenzzentrum Verbale Sacherschließung des VÖBB
Blücherplatz 1  D-10961 Berlin
Telefon: +49 30 90226-167  – Fax +49 30 90226-262
E-Mail: schmitt@zlb.de