Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung. Nicht nur zum Welttag des Buches

Anka Rahn von der Bibliothek der Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde berichtet:

Bücher sind oft die besten Freunde. Aber sie sollten nicht die einzigen in unserem Leben sein.
(Marie von Ebner-Eschenbach, *13. September 1830, † 12.März 1916)

Die mittleren Grundschulklassen der Karl-Sellheim-Schule Eberswalde haben allen Grund zur Freude. Es gibt jedes Jahr ein Lese-Geschenk aus der Eberswalder Gutenberg-Buchhandlung. Das Büchlein „Ich schenk dir eine Geschichte“ ist bei den Kindern sehr beliebt.  Zuvor starten sie zu einer kleinen exklusiven Erkundungs- und Entdeckungstour durch das Buchgeschäft.

Eine weitere traditionell stattfindende Aktion erfreut unsere  Schulanfänger, die „Lesetüte“. Die Tüten werden von den „Großen“ der künftigen 2. Klasse bemalt und von der Buchhandlung und der Schulleitung gefüllt.

Ein besonders großes Geschenk erhielten wir für kürzlich für unsere Schulbibliothek. Die Gutenberg-Buchhandlung hat uns drei Kisten mit so genannten Leseexemplaren spendiert. Das Auspacken war wie Weihnachten! Auf dem Weg unters Dach zu den Bibliotheksräumen machten die Kisten Zwischenstation in meinem Klassenraum. Auf der Suche nach fleißigen Trägern  stellte ich die Kisten meinen Achtklässlern auf die Tische. „Was haben Sie denn da drin?“ – „Eine Buchspende!“ Eine neugierige Frage, eine Aktion und die Kisten wurden regelrecht geplündert. „Kann ich das lesen?“ Aber ja, eine Extra-Verleih-Liste musste her.  Das verhinderte natürlich die sofortige Aufnahme in den offiziellen Bibliotheksbestand, aber ich werde doch meine lesehungrigen Schüler nicht ausbremsen! Die Kartons waren anschließend nicht mehr so schwer, als sie dann unters Dach gebracht wurden.

Diese Art der Zusammenarbeit zwischen einer Buchhandlung und einer Schule bringt für beide Partner Vorteile.  Ohne Frage hat die Buchhandlung mit diesen Aktionen aktiv positive Werbung um die Gunst der jungen Leser und ihren Eltern betrieben. Das ist ein geschäftliches Konzept, das vor allem auf lange Sicht aufgeht. Die Schule mit schmalem Etat kann sich über lesefördernde Materialien freuen. – Gern werden wir die Zusammenarbeit fortführen.

Ein weiterer Bericht aus Eberswalde über Vorleseaktionen folgt.