Schulbibliotheken und Leseförderung in Bogotá

Die Direktorin des Stadtbibliotheksnetzes von Bogotá hatte 2011 einen Vortrag von mir auf einer Konferenz in Sao Paulo, Brasilien, gehört und meinte, ich solle zu ihrer Konferenz über Schulbibliotheken im folgenden Jahr kommen. Das passierte dann auch wirklich.

Ich wurde gebeten, an dieser Stelle davon zu berichten. Sicher treffe ich auf Verständnis, wenn ich einfach zu meinem Blog „Basedow1764“ verlinke, wo ich ausführlich erzähle. Einige Fotos, die nicht auf Basedow1764 stehen, möchte ich aber zeigen und ein paar Eindrücke hervorheben.

Die aktive Arbeit der öffentlichen Bibliotheken, Leseclubs für Junge und Alte, Kreatives Schreiben, Elternseminare, IT-Schulungen u. a., ist beeindruckend, die Öffnungszeiten sind es auch: Werktags 12 Stunden, sonntags etwas kürzer.

Eine der vier Hauptbibliotheken liegt in einem Park. Wenn so auf dem Tempelhofer Feld für die ZLB gebaut würde, könnte ich mich mit dem Standort anfreunden! (Fotos bei Basedow1764).

Die Bibliotheken sind voll! Sogar am Freitag um 20 Uhr! Auch wenn diese Fülle der Angebote bei uns zum Teil über Literaturhäuser und Volkshochschulen abgedeckt wird, wäre eine Studienreise nach Bogotá nicht verkehrt. Zumal man in Bogotá bereit ist, Schulbibliotheken zu fördern und nicht von Zusammenarbeit Bibliothek und Schule spricht, sondern von Zusammenarbeit Schulbibliothek und öffentlicher Bibliothek.

In der spanischsprachigen Literatur gäbe es noch einige Entdeckungen zu machen. Es gibt beliebte südamerikanische Autoren, die hierzulande völlig unbekannt sind. Auch herrliche Bilderbücher sind zu finden.

Das Colegio Andino ist eine teure deutsch-kolumbianische Privatschule. Natürlich mit drei Bibliotheken (Kindergarten, Grundschule, Oberschule). Aber was es sonst noch alles gibt, ist auch nicht zu verachten. Was mir auffiel (Ich habe es hierzulande noch nicht gesehen): Statt Ranzen oder Schultasche benutzen viele Schüler/-innen einen kleinen Trolley.

Meinen Vortrag habe ich zum Lesetext umgearbeitet. (Gar nicht so einfach. Es sind halt verschiedene Textsorten! Ich bin auch noch nicht zufrieden mit dem Ergebnis.) Die begleitende Powerpoint-Präsentation steht hier. Es gibt zwar einen Mitschnitt des Vortrages, aber dort ist nur die Stimme der Übersetzerin zu hören.

Zum Reisebericht!