Jahresbericht einer Grünauer Schulbibliothek

Die Schulbibliothek der Grünauer Gemeinschaftsschule ist fest in das Leben der Schule im Offenen Ganztagsbetrieb integriert. Sie spielt seit Jahren sowohl im Freizeitbereich als auch im Unterricht eine wichtige Rolle. Viele schulische Dokumente verankern die Aktivitäten fest in das Gefüge der Schule: Das Gesamtkonzept des Ganztagsbetriebes integriert die Schulbibliothek in den Raumnutzungsplan und die Pausenangebote. Die Konzeption zum Unterricht in den Jahrgangsstufen 9 – 10 beschreibt einen Stundenplan, in dem auch Zeiten für die Nutzung der Schulbibliothek ausgewiesen sind. Das Fach Ethik „bietet den Schülern Anreize, sich verstärkt durch soziales Engagement in ihrer Gemeinschaft einzusetzen, zum Beispiel […] in der Schulbibliothek …“.


Die von Frau Gabriele Neumann geleitete Schulbibliothek wird betreut von der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle Treptow-Köpenick. Sie ist ebenfalls Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg (AGSBB).

Hier der Bericht von Frau Neumann für das Schuljahr 2010/11. Zu den vielen Aktivitäten kann man nur gratulieren.

Jahresbericht für das Schuljahr 2010/11: Grünauer Gemeinschaftsschule

  • Für mich ist es sehr wichtig, dass die Schüler in unserer Bibliothek lesen, denn nur so kann ich sehen, ob sie wirklich lesen.
  • Eine Schulbibliothek ist für jede Schule erforderlich. Die  Schulbibliotheken sollten eine  feste Schulbibliothekarin haben, die unterstützend arbeitet, um das Leseverhalten der Schüler zu verbessern.
  • Das Lesen ist das Wichtigste im Leben, denn wer nicht oder schlecht lesen kann, der kann auch in allen Lernfächern keine guten Leistungen erzielen!
  • Deshalb ist es auch sehr wichtig, hier einen Platz für den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.
  • Es reicht nicht aus stundenweise Lehrer oder andere Personen, sowie ehrenamtliche Mitarbeiter einzusetzen. Eine Schulbibliothek erfordert eine feste Arbeitskraft, um das Lesen  den Schülern nahe zu bringen.

Ich bot an:

  • Leseübungsstunden für leseschwache Schüler
  • Lesestunden mit Klassen
  • Themenlesestunden
  • Projektlesestunden
  • Lernstunden (mit Sachliteratur)
  • Lern- und Lesestunden bei Unterrichtsausfall
  • Pädagogische Lesestunden (in diesen werden Bücher vorgelesen wie zum Beispiel: „Gehe nie mit einem Fremden mit“)
  • Schreib- und Leseübungen am PC
  • Ordern von Klassensätze und Themenkisten aus der öffentlichen Bibliothek sowie einzelner Medien für den Unterricht  (dieses Angebot wurde gern genutzt)

Unsere Schulbibliothek wurde von dem Lehrpersonal und den Schülern rege genutzt für:

Bibliothekseinweisungsstunden

Diese Stunden wurden von mir durchgeführt. Die Schüler von der 1-3. Klasse wurden von mir abgeholt und wieder in ihre Klassenräume zurück gebracht. Schüler ab 4. Klasse kamen allein.

In diesen Stunden lernten die Schüler, seit wann es die Bibliothek gibt, wie wurde sie aufgebaut, wer hat alles beim Aufbau geholfen, das Verhalten in unserer Bibliothek, was sind Medien, was für Medien gibt es, wann darf die Bibliothek genutzt werden, welche Medien sind für welches Alter, wie gehe ich mit den Medien um, wie melde ich mich an und es wurde über die Benutzerordnung gesprochen. Zum Abschluss durften die Schüler in unserer Bibliothek alles anschauen.

Leseunterrichtsstunden

In diesen Stunden las ich aus einem Buch 10 Minuten vor. Die Schüler bekamen dann ein Buch und lasen 10 Minuten selbst. Es wurde danach von jedem einzelnen Schüler vorgestellt. Jeder erzählte etwas über den Inhalt  des gelesenen Stücks  und las daraus vor. Wenn dann noch Zeit übrig war durfte jeder lesen was er wollte.

Für die Schüler der 1. Klasse las ich 20 Minuten vor, 10 Minuten durften sich die Schüler dann Erstleserbücher anschauen und jeder erzählte was auf den Bildern zu sehen war. Alle Schüler lernten, wie ein Buch vorgestellt wird.

Projektlesestunden

In diesen Stunden wurden Medien vorgestellt zum Projekt. (Zum Beispiel: Igel) Ich las zum Projektthema etwas vor, fragte was die Schüler zu diesem Thema alles wissen und ich hatte dann aus der Sachliteratur zum Thema vorgelesen.

Lernstunden mit den Schülern ab 4. Klasse

Die Schüler hatten ein bestimmtes Thema (zum Beispiel: Ägypten) Sie arbeiteten in der Bibliothek, unter meiner Aufsicht, mit Sachliteratur und suchten sich alles zu diesem Thema heraus und schrieben es auf.

Servicelernstunden

Die Schüler ab 7. Klasse lernten die Bibliotheksarbeit kennen und halfen in der Schulbibliothek.

Leseübungsstunden (mit 2 – 3 Schüler)

Die Schüler übten bei mir das Lesen.  15 Leseunterrichtsstunden fanden in der Woche statt. Die Schüler lasen auch außerhalb der Unterrichtstunden, in unserer Bibliothek.

Durch Baumaßnahmen waren in diesem Schuljahr kaum Entleihungen möglich, die Schüler nutzten aber sehr stark die Bibliothek zum Lesen, denn ich sorgte dafür, dass sie trotz der Baumaßnahmen bei mir einen Ruhepol fanden.

Daten

Medienbestand:                                 6933

Entliehene Medien:                          743

Leseeckennutzung:                           13187

(es wurde in der Bibliothek gelesen)

Angemeldete Schüler:                      321

Angemeldetes Personal:                  32

Es wurden nicht die vielen Medien mitgezählt, die während des Unterrichts in der Bibliothek genutzt und gelesen wurden. Wir haben auch noch nicht erfasste Medien in unserem Bücherkeller. Ständig bekomme ich neue Medien vom Personal, den Eltern und von den Anwohnern gespendet. Ich war beim Berliner Büchertisch und besorgte dort Sachliteratur für unsere Bibliothek.

Es war auch möglich neue Bücher zu kaufen, hier wurde ich vom Schulamt und vom Förderverein finanziell unterstützt.

Ich danke allen für ihre Unterstützung!

Berlin, den 06.02.12

Gabriele Neumann, Schulbibliothekarin (Grünauer Gemeinschaftsschule)

Die Kommentare sind geschloßen.