Bücherpakete der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden

Die Stiftung bietet der AG für die Berliner und Brandenburger Schulbibliotheken Broschüren aus ihrer Zeitzeugenreihe an.

Es sind drei verschiedene Pakete, die je 10x vergeben werden:

A)    10 x 2 Klassensätze (à 30 Bücher) „Jenseits des Überlebens“ und „Endzeit in Ostpreußen“

»Jenseits des Überlebens. Von Breslau nach Australien«

Kenneth James Arkwright (*1929) wurde als Klaus Aufrichtig in Breslau geboren. Ein Teil seiner jüdischen Familie ist seit dem 16. Jahrhundert in Schlesien nachweisbar. Ab 1943 musste er Zwangsarbeit leisten, wurde 1944 in ein Arbeitslager verschleppt, floh und tauchte unter. 1945 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wurde bald vertrieben Bald darauf begann er ein Studium in Ostberlin und emigrierte 1949 über Paris nach Perth in Australien, wo er ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde.
Hier haben Sie die Möglichkeit, einen Blick ins Buch zu werfen.

»Endzeit in Ostpreußen. Ein beschwiegenes Kapitel des Holocaust«

Januar 1945. In Ostpreußen sind Hunderttausende auf der Flucht vor der Roten Armee. Gleichzeitig treibt die SS mindestens 5.000 jüdische Häftlinge von Königsberg an die Ostseeküste bei Palmnicken. Den Todesmarsch und das anschließende Massaker überleben nur 15 Personen – eine von ihnen ist Maria Blitz aus Krakau. 55 Jahre später schreibt sie ihre Erinnerungen über Verfolgung und Gefangenschaft zwischen 1939 und 1945 sowie ihr Leben nach dem Krieg unter dem Titel „My Holocaust“ in ihrer neuen Heimat USA nieder.

Blick ins Buch

 

B)     10 x 2 Klassensätze (à 30 Bücher) „Drang nach Leben“ und „Birkenland“

»Drang nach Leben. Erinnerungen«

Sabina van der Linden-Wolanski (*1927) überlebte als einzige ihrer Familie den Holocaust in Ostpolen. Als sie – über das nun polnische Schlesien und Paris – 1950 nach Australien auswanderte, besaß sie nur noch ein Tagebuch und einige Fotografien als Zeugnisse ihrer Jugend. Jahrzehnte später wurden diese einmaligen Dokumente Teil der Ausstellung im Ort der Information. Am 10. Mai 2005 sprach Sabina als Ehrengast bei der Eröffnung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Ihre Autobiografie zeugt von der Selbstbehauptung und von den Zweifeln einer Jugendlichen angesichts von Gewalt und Mord, aber auch von der Kraft zum Neuanfang als Ehefrau, Mutter und Unternehmerin am anderen Ende der Welt.
Blick ins Buch

 

»Birkenland. Gespräche mit meinem Vater Moshe«

Moshe Brezniak (1917– 2003) erzählt seinem Sohn Naphtali von seinen Erlebnissen während des Zweiten Weltkrieges und den Ereignissen in seiner polnischen Heimatstadt Międzyrzec Podlaski. Ab August 1942, als das Hamburger Reservepolizeibattaillon 101 dort das größte Durchgangsghetto im damaligen Distrikt Lublin einrichtete, entkam er immer wieder Erschießungen und Deportationen. Im Mai 1943 wurde Brezniak in das Konzentrationslager Majdanek verschleppt, musste später Zwangsarbeit in Auschwitz leisten und auf einen Todesmarsch. Nach der Befreiung 1945 wanderte er nach Palästina aus.
Blick ins Buch

 

C)    10 x jeweils 12 Bücher von allen vier Titeln

 

Anzahl und Zusammensetzung der Bücherpakete sind nicht veränderbar.

 

Ich bitte bis 31.10.11 um Interessensbekundung an: gs(at)schulbibliotheken.de

Anzugeben sind: Schuladresse, Name, Mailadresse und Telefonnr. einer Kontaktperson.

Die ausgewählten Berliner (und Brandenburger Randbezirke) Schulbibliotheken müssen die Bücherpakete bei der Stiftung abholen. Ins restliche Brandenburg versendet die Stiftung, falls Abholung nicht möglich.

 

Es lohnt sich, auch einen Blick auf die Website zu werfen: http://www.stiftung-denkmal.de und auch die Ausstellung zu besuchen.

 

Die Kommentare sind geschloßen.