Brandenburger Schüler-BaföG soll erfolgreich sein

Zu dieser Erkenntnis kommt die Brandenburger Landesregierung vier Monate nach der Einführung desselben.  Mit 50 bis 100 € monatlichem Taschengeld soll Abiturienten aus einkommensschwachen Familien in den Klassen 11 und 12 das Abitur schmackhaft gemacht werden. Inzwischen erhalten etwa 1000 aus der Zielgruppe von ca. 4000 Jugendlichen eine Million €, das soll auf  4-5 Millionen jährlich steigen.

Woran man erkennt, dass das Projekt erfolgreich ist, verraten die Kommunikationsexpert/innen der Landesregierung nicht. Die Abiturientenquote in einkommensschwachen Familien kann es wohl noch nicht sein, trotz Turboabiturs nach 12 Jahren. (Die Abiturquote in Brandenburg beträgt 47,4% laut Märkischer Allgemeinen).

Die Liste möglicher Verwendungen wird immer länger. Hieß es anfänglich noch, Bücher und Laptops, dann Kinokarten, so heißt es heute in der Märkischen Allgemeinen Sportvereinsmitgliedschaft und Nachhilfe(!).

Ob die Journalistin da das Bundesbildungspaket und das Brandenburger Schüler-(B)aföG und vielleicht auch das (Bundes-)BaföG miteinander verwechselt hat?

Kann für den Zuschuss für Nachhilfe aus Brandenburg wenigstens dasselbe Antragsformular verwendet werden wie für den Zuschuss für Nachhilfe aus dem Bundesbildungspaket?

Vielleicht gibt der eine oder die andere so Geförderte nach dem Abitur die mit diesen Mitteln gekauften Bücher der Schulbibliothek.