Jugendkulturprojekte-Fonds in Potsdam auch für Leseförderung?

Die Stadtverwaltung Potsdam stellt jährlich 10000€ für Projekte der Jugendkultur zur Verfügung. Antragsberechtigt sind „Jugendliche von 14 bis 27“.

Es gibt eine Arbeitgruppe von FH-Studenten mit dem Namen APROPO, die Antragsteller berät. Schon zwei Jugendliche können ein Projekt beantragen. Der Eigenanteil soll bei 20% der Projektkosten liegen. Gefördert wird mit bis zu 1000€.

In der Projektdatenbank 2009 stehen 3 Projekte, darunter ein antisexistisches Open Air und ein interkultureller Kunst- und Handwerkermarkt.

Ich überlege, ob sich das nicht auch für Lesekultur in der Schulbibliothek nutzen lässt: Eine Sonntagsmatinée in der Schulbibliothek mit Lesung oder szenischen Interpretationen, eine Schreibwerkstatt, ein Bücherrucksack, der zwischen Schulen pendelt, ein Fotoprojekt im Stadtteil, das in der Bibliothek ausgestellt wird, Lesetipps als podcasts,die von potsdam.de downloadbar sind.

Natürlich ist alles, was mit Schule zusammenhängt, für manche Jugendkulturbeauftragte ein Gräuel. Aber wenn die außerschulische Öffentlichkeit eingeladen wird, der Teilnehmerkreis über die Schule hinaus offen bleibt, sehe ich keine Probleme.

Wäre doch schade, wenn die Stadtverwaltung händeringend nach Antragstellerinnen oder Antragstellern suchen muss oder gar  5000€ übrig blieben, wie das 2009 gewesen sein muss.