Maßnahmen

Im Neothek-Papier werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die eine deutliche Unterstützung beim Aufbau und beim Betrieb von Schulbibliotheken darstellen würden. Erfahrungen aus anderen Bundesländern wurden aufgegriffen.

  1. Gründung einer Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle Berlin – Neothek Seite 10
    Die Aufgabe dieser „Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle“ (SBA Berlin) ist es, die Schulen und die Schulbibliotheken zu unterstützen, d. h. die Schule nach fachlichen Qualitätsstandards beim Aufbau und Einrichten der Schulbibliothek zu beraten und die Lehrer beim Bestandsaufbau und der Inventarisierung zu entlasten. Darüber hinaus soll sie vor Ort bei Aktionen zur Sprach- und Leseförderung behilflich sein, Informationskompetenz und Quellenwissen vermitteln und einen bibliothekarischen Auskunftsdienst für Lehrer und Schüler online anbieten. Schließlich soll sie Fortbildungskurse für Lehrer, Ehrenamtliche und Eltern durchführen und bei der Organisation von Freiwilligen, BuFDis und Jobcenter-Maßnahmen für die Schulbibliotheken helfen. Auch durch die Anfertigung von Handreichungen, Checklisten, Literaturemp-fehlungen, Unterrichtsmaterialien etc. sowie die Einrichtung einer leicht benutzbaren Homepage kann vorhandenes bibliothekarisches und pädagogisches Fachwissen in den Schulen besser genutzt werden.
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  2. Einführung einer einheitlichen Schulbibliothekssoftware – Neothek Seite 12
    Es wird die Bereitstellung einer einheitlichen Softwarelösung für die Schulbibliotheken in Berlin vorgeschlagen. So könnte es gelingen, ein technisches Unterstützungssystem mit Experten, Schulungen und Workshops einzurichten, Verbünde aufzubauen und Verknüpfungen zu anderen Sammlungen wie zu den Öffentlichen Bibliotheken oder zum Medienforum herzustellen. Moderne Formen der Kommunikation wären integrierbar.leer
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  3. Organisation der Besetzung von Schulbibliotheken – Neothek S. 15
    Engagierte Schulen haben bereits heute viele Möglichkeiten erschlossen, Personal in die Schulbibliothek zu bekommen: Ehrenamtliche, BuFDis, Praktikanten, Eltern, Schüler und Lesepaten sind in Schulbibliotheken tätig und realisieren viele Grundlagen wie die Öffnungszeiten, die Ausleihe, die Bestandspflege usw. Als Erfolgsfaktor erweist sich jedoch die Existenz eines Kernteams in der Schulbibliothek, das langfristig stabil zusammenarbeitet, über die nötige fachliche und pädagogische Kompetenz verfügt, die Verbindungen zum Lehrerkollegium der Schule schafft, in die Schulgremien integriert ist und die Arbeit der Schulbibliothek entsprechend der Profilierung der Schule ausrichtet. Dieses Kernteam muss somit aus bibliothekarischen und pädagogischen Mitgliedern bestehen.
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  4. Nutzwertanalyse – Neothek-Seite 17
    Mit Hilfe des moderierten Workshops „Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle“ am 7. Februar 2012 sind 30 Schulleiter, Lehrer, Bibliothekare und Vertreter der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft der Frage nachgegangen, welchen Nutzen die Schulen bzw. Schulbibliotheken von den Dienstleistungen einer zentralen Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle in der Zentral- und Landesbib-liothek erwarten. Hierbei haben die teilnehmenden Schulleiter und Lehrer einen Mindeststandard für die Schulbibliotheken definiert und festgelegt. Die Evaluation der Ergebnisse des Workshops stellt die Grundlage für eine grobe Nutzwertanalyse dar (vgl. Tabelle 1 in Neothek Seite 18 ff: Nutzwertanalyse einer Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle in der ZLB).
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  5. Übersicht zum Personalbedarf – Neothek Seite 21
    Um die Machbarkeit der Überlegungen zu demonstrieren, wurde eine realistische Abschätzung des Personalbedarfs vorgelegt. Aus der Grafik ist ablesbar, dass dieses Projekt sowohl auf Landesebene, in den Bezirken und in den einzelnen Schulen Ressourcen benötigt.grafik personal