Seit November 2010 versuchen freiwillige Eltern unter Anleitung einer verantwortlichen Lehrerin, die Öffnungszeiten der Schulbibliothek stabil zu halten. In Zeiten von wenig bis gar keiner finanziellen Zuwendung muss man ab und zu auch mal andere Wege gehen. Zwar sind alle hochmotiviert angetreten ( wir waren mal 15 freiwillige Eltern) aber jeder hat ja auch noch ein eigenes Leben und einen Beruf, dem er nachgehen muss. So mussten Weg gefunden werden, um die Eltern zu entlasten, die Öffnungszeiten zu stabilisieren, nicht damit die Eltern nichts mehr zu tun haben, sondern eher, damit sie sich um weiter Dinge kümmern können, die so wichtig sind für eine Schulbibliothek. Da befindet man sich schnell in einem Kreislauf, denn weiteren Zuspruch erfährt man ja nur bei einer stabilen Organisation der Öffnungszeiten und die steht und fällt mit den "Mitarbeitern". So wagten wir im März den Versuch über die Schule mit einem Bildungsträger zusammen zu arbeiten und freuten uns nach langem Hin und Her über den Einsatz einer MAE Teilnehmerein ( 1 € Jobber) und wollten dann im Team neu durchstarten. Leider war der von uns so positiv aufgenommene Einsatz nicht von Erfolg gekrönt,bzw. hat der Funken Bibliotheksarbeit nicht überspringen können und aus einer eigentlichen "Entlastung" ist eine "Belastung" geworden. Die Fehlzeiten mehrten sich, es kam Urlaub hinzu und wir als Eltern verrenkten uns in alle Richtungen, um den Schülern eine verlässliche Anlaufstelle zu bieten. Aus 15 freiwilligen Eltern sind noch 4 aktive und 1-2 Helfer geworden und manchmal ließ die Motivation auch nach. Aber mit jedem ausgeliehenen Buch und jeder gelesenen Zeitung stieg sie auch wieder. Dann fiel leider krankheitsbedingt die verantwortliche Lehrerin aus und so mussten wir sehr viele Sachen unter einen Hut bringen und das auch immer im Sinne der Schule, Schüler und allen anderem. Wir mussten jemanden finden, der Verständnis für Bibliotheksarbeit mitbringt, bzw. offen dafür ist, eine gute Kommunikation zu Schülern und Lehrern aufbauen kann, und dann auch noch bezahlt werden kann. Bezahlt wäre geprahlt, sagen wir einfach: "geringst Aufwandsentschädigt". Das ist aber leider nicht so einfach. So haben wir uns nun mit dem Thema BDF ( Bundesfreiwilligendienst) auseinander gesetzt und ich sehe darin eine sehr gute Alternative. Wir werden diesen Weg beschreiten, der mit viel Gestzblättern gepflastert ist aber dennoch viele Vorteile bietet. Hier seien einige genannt: Der BDF ist altersunabhängig, die Stelle wird ausgeschrieben und man bewirbt sich darauf ( bei MAE hat man keinen Einfluss), es gibt hier genauso eine Probezeit, es ist finanzierbar, auch ALG II Empfänger dürfen diese Tätigkeit antreten. Mit das wichtigste aber ist: er wird in der Regel für 1 Jahr und max. bis zu 2 Jahren angeboten. Dieser Zeitfaktor verschafft Sicherheit in Planung und Organisation und lässt uns dann auch die Zeit dafür, uns um die anderen Sachen auch zu kümmern.
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