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Fachliteratur: Global Perspectives On School Libraries

Wer einmal über den deutschen Tellerrand blicken möchte…

Den Band habe ich im Weblog “Basedow1764″ vorgestellt.

Ein Herz für Schulbibliotheken …

… hat der Berliner Büchertisch auf jeden Fall. Mit dem Ziel, sein Engagement zur Förderung von Schulbibliotheken weiter auszubauen, hat der Berliner Büchertisch vor kurzem die gleichnamige Aktion ins Leben gerufen worden. Der Erlös wird den Schulbibliotheken zur Verfügung gestellt.

Noch bis Ende Juni 2012 fließt das Geld aus dieser Aktion der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken zur Durchführung des 4. Schulbibliothekstages zu. Anschließend wird jedes Quartal für eine neue Schulbibliothek, die extra hierfür von einer Jury ausgewählt wird, gesammelt. Schulbibliotheken und Projekte, die die Gründung einer Schulbibliothek planen oder die bestehende Bibliothek ausbauen wollen, können sich hierzu bis zum 15. Juni hier bewerben.

Ob und wie viel Geld für Schulbibliotheken zusammenkommt, liegt auch in unseren Händen. Wenn wir vor dem Kauf von Büchern an diese Aktion denken, können wir dafür sorgen, dass stets ordentliche Summen zusammenkommen.

Wie funktioniert es konkret? Auf drei Arten sammelt der Berliner Büchertisch Geld für Schulbibliotheken:

  • Es gibt Spendendosen in der Bücher-Rikscha vom Büchertisch, im Rathaus Kreuzberg und im Buchladen in der Gneisenaustr. 7a.
  • Zehn Prozent des Gewinns beim Neubuchverkauf in den Büchertisch-Läden und im Onlineshop werden gespendet.
  • In einer bestimmten Woche stellt der Büchertisch zusätzlich fünf Prozent des Ladenumsatzes und zusätzlich 10 % des Gewinns aus dem Verkauf gebrauchter Bücher im Onlineshop zur Verfügung.

Machen Sie mit?

Ein Paradies für Bücherwürmer und alle, die es werden wollen

Die Schulbibliothek der Bornholmer Grundschule erhielt 200 € vom Berliner Büchertisch und eine riesige Kiste voller Bücher. Hintergrund ist die Teilnahme der Schulbibliothek am Wettbewerb „Schulbibliothek des Jahres“ der AGSBB. Hier nun ein Bericht der Bibliothek über ihre Entstehung und ihre Aktivitäten.

Daniela Gotsch im März 2012:

Ein Tag im Januar 2012 in unserer Schulbibliothek der Bornholmer Grundschule im Prenzlauer Berg: Es klingelt zur Pause und es dauert keine Minute, schon sind die ersten begeisterten Leser in der Bibliothek. In der sehr gemütlichen Leseecke mit Couchgarnitur versuchen sie sich einen Platz zu ergattern, um entspannt in den Büchern und Zeitschriften zu schmökern. Momentan sind besonders die Geschichten in „Gregs Tagebuch Teil I – VI“; „Guinness World Records 2005 – 2010“; Gruselgeschichten von R. L. Stine begehrt; nicht zu vergessen die Fantasybücher von Harry Potter und die Trilogie „Herr der Ringe“. Aber auch anspruchsvoll und aufwändig gestaltete Sachbücher, wie „Das schwarze Buch der Farben“, ein Buch, das uns in die Welt der Menschen, die nicht sehen können, auf literarisch und künstlerische Art und Weise einführen möchte, werden gern gelesen.

Schon um 8.00 Uhr öffnet die Bibliothek ihre Pforten und bietet unter der Leitung der Mitarbeiterin Frau Kirchhoff ein erstklassiges Leseförderungsprojekt an. Das Ziel ist es, leseschwache Kinder aus den Lernanfängergruppen (1. und 2. Klasse) in die Welt der Bücher und des Lesens einzuführen. Der Erfolg ist deutlich sichtbar: Viele Lernanfänger konnten bereits als begeisterte Leser und Nutzer der Schulbibliothek gewonnen werden. Weiterhin finden zahlreiche Veranstaltungen, wie Buchvorstellungen, interkulturelle Projekte, Musik- und Kunstprojekte sowie Vorlesewettbewerbe statt. Die preisgekrönte Märchenerzählerin Nina M. Korn ist ebenfalls ein oft- und gern gesehener Gast. Mit ihren Erzählungen entführt sie uns auf ganz besondere Art und Weise in die Welt von Feen, Zauberern, Recken und Kalifen, die von allen (Kindern, Lehrern, Erziehern und Eltern) begeistert angenommen werden.

Seit Oktober gibt es unter der Leitung von Frau Kirchhoff und Herrn Fabiunke die Bibliotheksarbeitsgemeinschaft mit dem verheißungsvollen Namen „Die Bücherwürmer“. Mitglied können die Schüler ab der 4. Klasse werden. Erkennungsmerkmal ist ein T-Shirt mit dazugehörigem Logo (passend zum Namen ein Bücherwurm). Einmal in der Woche, jeweils abwechselnd Dienstags und Donnerstags, findet ein Treffen statt, bei dem aktuelle Ereignisse besprochen werden, wie Organisation der Bibliotheksarbeit, Buchvorstellungen und die Einteilung von jeweils zwei Schülern für die Aufsicht in den Pausen in der Bibliothek. Als besonderes Highlight findet einmal im Monat eine Filmvorführung (Literaturverfilmung) statt.

Ja, wie fing es denn nun eigentlich an, denn so etwas kann nicht von heute auf morgen entstehen: Im September 2005 begann der Bibliotheksaufbau in der Bornholmer Grundschule, die sich in der Ibsenstraße im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg befindet. Initiator dieses Projektes ist der GFAJ e. V., ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bildung in den Vordergrund seiner Arbeit zu stellen.

Im Rahmen des MAE-Projektes „Mobiles Team – Schul- und Schülerbibliothek“ wurde es dann von den Mitarbeitern Frau Gotsch, Frau Mrugalla und Herrn Dewey umgesetzt. Am Anfang bot sich ein eher trostloser Anblick des Raumes, in dem die Bibliothek entstehen sollte. Da hieß es erst einmal Entrümpeln und Renovieren. Der Verein stellte zwanzig Bücherkisten zur Verfügung, die gesichtet, kontrolliert und eingearbeitet werden mussten. Eine Literaturdatenbank wurde ebenfalls vom GFAJ e. V. gesponsert. Es wurde eine gemütliche Couchgarnitur besorgt, und da die Wand einfarbig eher langweilig aussah, entschieden wir, sie mit einem originellen Wandbild vom Künstler Herrn Brettschneider verschönern zu lassen. Es zeigt Szenen des Berliner Alltagslebens und ist immer wieder Gegenstand für Bewunderung und Diskussionen seitens der Schüler. Einige Kinder waren im Rahmen eines Kunstprojektes an der Gestaltung und Vollendung des Bildes beteiligt. Unsere erste Veranstaltung hatte es dann auch in Form eines Berlinquiz zum Inhalt, welches von Frau Kirchhoff durchgeführt wurde.

Natürlich geht es in einer Bibliothek nicht ohne Leseausweise, Rückgabe- und Mahnzettel, die angefertigt werden mussten. Die Öffnungszeiten wurden damals von 10.00 – 16.00 festgelegt. Heute ist die Bibliothek von 8.00 – 16.00 geöffnet. Zwei Wochen betragen die Ausleihfristen. Eine einmalige Verlängerung um zwei weitere Wochen ist möglich. Nun fehlte noch ein passender Name. Wir entschieden uns für die „Bücherinsel“, mit einem dazu gehörigen Logo.

Am 27. Februar 2006 war es dann endlich soweit. Es fand die Eröffnung unter der Anwesenheit vieler Gäste, wie der Projektleiterin des GFAJ e. V., Frau Dr. Jeskowa, die Mitarbeiter des Aufbaus, Schüler, Lehrer und Eltern statt. Wir führten eine Quizveranstaltung und eine Bibliothekseinführung durch, die mit einer regen Beteiligung der einzelnen Schulklassen einherging. Seitdem wird sie gut besucht und findet bei den Kindern, Lehrern, Erziehern und Eltern großen Anklang.

Eine hervorragende und nicht mehr wegzudenkende Unterstützung erhält sie auch von der Schulleitung und vom Förderverein, insbesondere durch finanzielle Mittel, mit der wir viele anspruchsvolle Veranstaltungen durchführen konnten. Höhepunkt war der vom Förderverein organisierte Sponsorenlauf. Die Kinder bekamen pro Runde, die sie liefen, Geld. Alle waren hochmotiviert, dass sich manche Eltern wunderten, warum ihr Kind auf einmal so sportlich ist, und sehr viele Runden lief. Es kamen sage und schreibe 2000 Euro zusammen, von denen wir dann viele neue und spannende Bücher kaufen konnten.

Nun gibt es dieses wunderbare Kleinod schon das sechste Jahr, und es fand eine stetige Weiterentwicklung statt. Davon zeugen auch die sich an der Wand befindenden Fotos und Zeichnungen von den zahlreichen Veranstaltungen und Projekten, die hier stattgefunden haben.

Im Februar 2011 nahm unsere Bibliothek am “Wettbewerb der Berliner Schulbibliotheken” teil. Leider blieb der erhoffte Gesamtsieg aus. Doch umso größer war die Freude, als sich der Berliner Büchertisch bei uns meldete und uns mitteilte, dass wir ausgewählt wurden, einen Preis zu erhalten. Dieser Preis beinhaltete eine prall gefüllte Bücherkiste sowie 200,- Euro.
Bei der Preisübergabe waren auch Mitglieder der AG Bücherwürmer und weitere kleine Leseratten anwesend.
Sofort wurden von ihnen die neuen Bücher begutachtet und auch sehr bald eingepflegt und einsortiert. Die 200,- Euro wurden für lang ersehnte (und nun erfüllte) Bücherwünsche verwendet.

Zum Ende möchte ich aber trotzdem noch einige, meines Erachtens sehr wichtige Kritikpunkte äußern: Leider schafft es Berlin nicht, für so eine wichtige Einrichtungen Gelder zur Verfügung zu stellen, um die Schulbibliothek personell besetzen zu können. Eine Einstellung von kompetenten MAE-Kräften, die hier eine gute Arbeit leisten, ist leider nicht möglich. So kann die Schulbibliothek seit 2005 bis heute nur durch Unterstützung des mobilen Teams “Schulbibliothek – Buchausleihe und Lesetreff” des GFAJ e.V., eine durch das Jobcenter geförderte Maßnahme, betrieben werden.
Ich wünsche mir trotz der Schwierigkeiten, dass diese Arbeit weitergeführt wird und dass es in Berlin irgendwann eine finanzielle Unterstützung für Schulbibliotheken gibt. Denn es sind vor allem die sogenannten “bildungsfernen” Kinder, die von solch einer Einrichtung am meisten profitieren, sei es bei der Unterstützung von Lern- und Hausaufgaben, sowie an die Heranführung an Bücher und an das Lesen im Besonderen.

Besuch der Leipziger Buchmesse 2012

Der Besuch der Buchmesse als Aktion der Schulbibliothek!

Anka Rahn von der Schulbibliothek der Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde hatte diese schöne Idee. Hier ist ihr Bericht und dazu noch originelle Bilder mit Impressionen aus der Messehalle:

Die Leipziger Buchmesse ist immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Ort, wo jeder – obwohl als Gruppe gekommen – schnell seine eigenen literarischen Wege geht, um sich dann mit neuen Eindrücken und vollen Taschen zum Erfahrungsaustausch auf ein Käffchen zu finden.

Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben,
das wird die rechte Form dem Geiste geben.
Johann Wolfgang von Goethe

Das Wetter meinte es gut mit uns. Mitte März, strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen ließen die dreistündige Busfahrt kurz erscheinen. Irgendwann geisterte der „Osterspaziergang“ in meinem Kopf herum. Die Truppe im Bus war bunt gemischt – neugierige und erwartungsfrohe Schülerinnen und Schüler aus den 7. bis 9. Klassen, die meine Kollegin und ich in der Schulbibliothek, bei den Treffen der Schülerzeitungsredaktion und in Klassenleiterstunden angesprochen hatten.  Die Aktion startete erstmalig und sollte den jungen Leuten Neues aus der Welt der Bücher bieten. Die Eindrücke einer Messe waren für die meisten erstmalig, die selbständige Orientierung z.T. auch. In Handyzeiten ist das aber nicht wirklich ein Problem.

“Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben…” -  Zuerst war der Blick ins Leben dran. Schon auf dem Parkplatz weckten die verkleideten Jugendlichen in ihren Phantasiekostümen die Aufmerksamkeit unserer Schülerschaft. „Wie rennen die denn rum?!“ Leichtes provinzielles Naserümpfen bei einigen Jungs. Rollenspielcharaktere live sieht man bei uns ja eher nur zum Fasching! So schienen diverse Mangafiguren zum Leben erweckt und die Darsteller waren so alt wie unsere Schüler. Rundumstaunen unserer Hasis als immer mehr von diesen Gestalten vor diversen Handys oder dicken Kamerageschossen posierten. Am Eingang wurden Treffpunkt und -zeit verabredet und – Start! Innerhalb von fünf Minuten stand ich inmitten völlig fremder Menschen und konnte meine eigenen Wege gehen. Schön!

Die mitreisenden Lehrerinnen und ich waren neben privatem Interesse an Büchern wieder mal mit selbst gestelltem Bildungsauftrag unterwegs und haben dem Laster gefrönt, als Jäger und Sammler möglichst viel für die Schule einzusammeln: Lesezeichen, Poster, Kataloge, das eine oder andere Material mit Messerabatt. Bei nächsten Mal kommt der Hackenporsche für den Schwertransport mit. Nach vier Stunden trafen wir uns alle wieder, um im Bus den Inhalt der unzähligen Tüten und Taschen, aber auch die aufgenommenen Videos und Handyfotografien zu bewundern. „Gucken Sie mal, gucken Sie mal, das hab ich aufgenommen! Die haben da wirklich getanzt – geil, oder!“ Klar! Weitere schülersche Beutestücke waren diverse Comic-Bände, einer sogar mit gezeichneter Widmung, Kopfbedeckungen mit Öhrchen und eine Menge Krimskrams, den man an den Ständen mitnehmen konnte. „Richtige“ Bücher waren kaum dabei. Trotzdem verbuchen wir einen Erfolg, denn wir bilden uns ein, dass die Schüler das Medium Buch etwas anders betrachten werden als vorher. Immerhin hat das eine eigene riesige Messe! Und ein Comic ist ja auch so was wie ein Buch, wenn auch andersherum zu blättern und mit vielen Bildern. – Die Fans mögen mir verzeihen.

Als der Busfahrer auf Wunsch der jugendlichen Mitreisenden hin auf der Rücktour auch noch ihr Lieblingsrestaurant ansteuerte, war der Ausflug für sie perfekt. Einige Schüler fühlten sich  „wie auf Klassenfahrt“ und wurden zunehmend munterer, im Gegensatz zu ihren sie begleitenden Aufsichtspersonen.  – Fazit: Rundum ein Erfolg mit “Nächstes-Jahr-wieder-Faktor” und „Bildungsauftrag für die Schüler“ – Blick.

 

 

4. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag am 8.9.12

Zuletzt aktualisiert am 17.04.2012: Das Programm des 4. Schulbibliothekstages finden Sie hier.

Der 4. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag wird am Samstag, dem 8. September 2012, stattfinden. Veranstaltungsort ist diesmal das Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf. Die Schule nördlich von Berlin verfügt über eine aktive Schulbibliothek und liegt zwei Minuten Fußweg entfernt von einer Station der Berliner S-Bahn-Linien S1 und S8.

Die genaue Adresse der Schule lautet:

Marie-Curie-Gymnasium
Waldstraße 1a
16540 Hohen Neuendorf

Auch dieser Schulbibliothekstag richtet sich vor allem an Berliner und Brandenburger. Interessierte aus anderen Regionen sind jedoch wieder herzlich willkommen. Anmeldungen werden ab Mai über die Homepage der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg (AGSBB) möglich sein. Einige Wochen vorher, noch im April, wird eine Liste aller Workshops und Vorträge sowie der Stände auf dem Marktplatz veröffentlicht.

Ein Team der AGSBB bereitet bereits seit Monaten das Ereignis vor. Bisher sind 20 Workshops und Vorträge sowie zehn Aussteller auf dem Marktplatz geplant, sodass eine bunte Mischung aus Themen zu Schulbibliotheken von Grundschulen und weiterführenden Schulen entsteht. Wieder wird es darum gehen, Erfahrungen auszutauschen, erfolgreiche Beispiele vorzustellen, Anregungen zu geben und die Möglichkeiten von Schulbibliotheken zu verdeutlichen.

Die Befragung der AG-Mitglieder vom Januar lieferte hierbei wertvolle Ideen und Anregungen. So wurde mehrfach der Wunsch geäußert, mehr Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu haben. Um diesem Anliegen Rechnung zu tragen, ist zum einen die Mittagspause verlängert worden: So hat man mehr Zeit, Kontakte zu knüpfen, sich die Stände anzuschauen, interessante Gesprächen zu führen – und trotzdem noch Zeit zum Mittagessen zu finden. Zum anderen werden in beide Schienen der Workshops und Vorträge offene Diskussionsrunden mit freier Themenwahl integriert.

Folgender Ablauf ist bisher vorgesehen:

  • 09:00 Einlass
  • 10:00 Eröffnung
  • 10:45 Schiene 1 für Workshops und Vorträge
  • 12:15 Mittagspause
  • 13:15 Schiene 2 für Workshops und Vorträge
  • 14:45 Ende der Workshops/Vorträge
  • 15:00 krönender Abschluss
  • 15:30 Ende

Natürlich wird nicht verraten, wer oder was sich hinter dem krönenden Abschluss verbirgt. Sicher ist nur, dass es wieder ein ganz besonderer Gast sein wird …

Bei der Organisation des 4. Schulbibliothekstages erhält die Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken vor allem vom Marie-Curie-Gymnasium und vom Berliner Büchertisch Unterstützung. So haben Schüler der Schule in einer Projektwoche bereits die gesamte Logistik vom Empfang, über die Anmeldung bis zur Begleitung zu den Räumen geplant und getestet. Auch die technische Betreuung der Veranstaltung und das Catering sind bereits durch das Bibliotheksteam des Marie-Curie-Gymnasiums organisiert. Am Schulbibliothekstag selbst wird es Führungen durch das moderne Schulgebäude geben.

Der Berliner Büchertisch hilft bei der Finanzierung des 4. Schulbibliothekstages durch drei Aktionen: So werden zehn Prozent des Gewinns aus dem Verkauf von Neubüchern für den 4. Schulbibliothekstag an die AGSBB gespendet. Jeder, der bis Ende Juni seine neuen Titel im Laden oder über das Internet beim Berliner Büchertisch bestellt, hilft also bei der finanziellen Absicherung der Veranstaltung. Zusätzlich hat der Berliner Büchertisch in seien Verkaufsräumen Spendendosen aufgestellt, deren Inhalt ebenfalls für die Vorbereitung des Schulbibliothekstages genutzt werden kann. Darüber hinaus stellt der Berliner Büchertisch in einer bestimmten Woche zusätzlich fünf Prozent des Ladenumsatzes und zusätzlich 10 % des Gewinns aus dem Verkauf gebrauchter Bücher in dem Onlineshop zur Verfügung. Bitte unterstützen Sie diese drei bis Ende Juni laufenden Aktionen des Berliner Büchertisches. Das Geld fließt direkt an die AGSBB und wird zur Realisierung des Schulbibliothekstages genutzt.

Der 4. Schulbibliothekstag setzt eine Tradition fort, die 2008 mit dem 1. Schulbibliothekstag in Potsdam und 90 Besucherinnen und Besuchern begann. Zum 2. Schulbibliothekstag – ebenfalls in Postdam – kamen dann schon 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Über 170 Gäste wurden zum 3. Schulbibliothekstag in Berlin gezählt. Der 4. Schulbibliothekstag in Hohen Neuendorf ist für 200 Interessierte geplant …

Wer mehr über das Marie-Curie-Gymnasium erfahren möchte, kann auf den Internetseiten des Gymnasiums nachschlagen. Einen Film über die Geschichte der Schule gibt es bei Youtube.

Schulmediothekstag in Sachsen-Anhalt

Schon den 6. Schulmediothekstag zählt man im Nachbarland Sachsen-Anhalt. Er findet am 11.5.2012 statt. Vielleicht lohnt der Blick über den Tellerrand:

“Netzwerk Schulmediothek – Öffentliche Bibliothek. Literarisches Lernen und Lesekultur: Inhalte und Methoden” heißt das Motto.

Hier ist das Programm. Mit dabei ist unser Kollege Victor Wolter.

N.B.: Dass es schon der 6. ist, überrascht. Wir haben die sachsen-anhaltinischen Schulbibliothekszuständigen immer zu den Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstagen eingeladen, wir hatten einen Landeselternbeirat aus Magdeburg zu Gast, der von einem solchen Tag in seinem Bundesland nichts wusste. Aber die rudimentäre Vernetzung, Kommunikation und Zusammenarbeit ist typisch für die Schulbibliotheksszene in Deutschland.

Boris-Pfeiffer-Schulbibliothek

Den Kinder- und Jugendbuchautor Boris Pfeiffer lernte ich bei der feierlichen Eröffnung der Kinder- und Jugendabteilung der Amerika-Gedenkbibliothek kennen. Wir unterhielten uns über die Situation der Schulbibliotheken in der Region und über die neue AGSBB. Einige Zeit darauf schickte Herr Pfeiffer eine E-Mail und meinte, ihn habe der Bericht über die AG sehr beeindruckt. Er wolle unsere Initiative mit einer Lesung in einer Schulbibliothek unterstützen. Es gab drei Bewerbungen. Boris Pfeiffer fuhr schließlich an die Karl-Sellheim-Schule (Oberschule mit Grundschule und Förderklassen Hören) in Eberswalde. Dort organisiert die Kollegin Anka Rahn sehr engagiert Projekte der Leseförderung und jetzt einenFestakt, denn:

Gerade schickt mir Herr Pfeiffer die Nachricht, dass die Karl-Sellheim-Schule ihrer Bibliothek am Tag des Buches im April den Namen “Boris-Pfeiffer-Bibliothek” verleihen wird.

Die Lesung muss einen gewaltigen Eindruck hinterlassen haben. Glückwunsch!

Bücher von Boris Pfeiffer, falls es jemand noch nicht weiß:

Auswertung der Befragung vom Januar 2012 – Vierter Schulbibliothekstag

In der Mitgliederbefragung der AGSBB vom Januar 2012 wurde auch noch den Wünschen und Ideen bzgl. des 4. Schulbibliothekstages gefragt. Konkret waren es vier Fragen, die gestellt wurden.

  1. Welche Workshops/Vorträge wünschen Sie sich am Schulbibliothekstag?
  2. Firmen, Vereine, Projekte und Institutionen können sich stets auf dem Marktplatz vorstellen. Welche Stände würden Sie am Schulbibliothekstag gern auf dem Marktplatz besuchen?
  3. Die Firma Dantek, die in den letzten Jahren die Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstage mitorganisiert und großzügig finanziell unterstützt hat, steht uns ab 2012 nicht mehr als Sponsor zur Verfügung. Haben Sie eine gute Idee, wie man nun die Finanzierung des Schulbibliothekstages sichern kann?
  4. Haben Sie noch einen Vorschlag für die Gestaltung des nächsten Schulbibliothekstags?

Die 26 Vorschläge zu den Workshops, 29 Ideen für den Marktplatz, 21 Anregungen für die Finanzierung und vier Hinweise für die Gestaltung wurden dem Organisationsteam überreicht. Sie fließen bestimmt in die Vorbereitung des 4. Schulbibliothekstages ein.

Klicken Sie auf das Bild, um eine Datei mit den Befragungsergebnissen zu laden.

Bereits erschienene Artikel zur Mitgliederbefragung 2012:

Einladung in die Inselbibliothek

Liebe Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg,

hiermit laden wir Sie herzlich zur 90 Jahrfeier der Schulfarm Insel Scharfenberg am 20. Mai 2012 ein.

  • Beginn ab 11.00 Uhr
  • Das bunte Programm startet ab 14.00Uhr!

Das Inselbibliotheksteam freut sich auf Ihren Besuch der Ausstellung in der Inselbibliothek zum Thema: „Scharfenberger/innen stellen ihr Lieblingsbuch vor“, die anlässlich des Welttages des Buches am 23. April 2012 durchgeführt wird.

Herzlichst,
das Inselbibliotheksteam

 

Jahresbericht einer Grünauer Schulbibliothek

Die Schulbibliothek der Grünauer Gemeinschaftsschule ist fest in das Leben der Schule im Offenen Ganztagsbetrieb integriert. Sie spielt seit Jahren sowohl im Freizeitbereich als auch im Unterricht eine wichtige Rolle. Viele schulische Dokumente verankern die Aktivitäten fest in das Gefüge der Schule: Das Gesamtkonzept des Ganztagsbetriebes integriert die Schulbibliothek in den Raumnutzungsplan und die Pausenangebote. Die Konzeption zum Unterricht in den Jahrgangsstufen 9 – 10 beschreibt einen Stundenplan, in dem auch Zeiten für die Nutzung der Schulbibliothek ausgewiesen sind. Das Fach Ethik “bietet den Schülern Anreize, sich verstärkt durch soziales Engagement in ihrer Gemeinschaft einzusetzen, zum Beispiel [...] in der Schulbibliothek …”.


Die von Frau Gabriele Neumann geleitete Schulbibliothek wird betreut von der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle Treptow-Köpenick. Sie ist ebenfalls Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg (AGSBB).

Hier der Bericht von Frau Neumann für das Schuljahr 2010/11. Zu den vielen Aktivitäten kann man nur gratulieren.

Jahresbericht für das Schuljahr 2010/11: Grünauer Gemeinschaftsschule

  • Für mich ist es sehr wichtig, dass die Schüler in unserer Bibliothek lesen, denn nur so kann ich sehen, ob sie wirklich lesen.
  • Eine Schulbibliothek ist für jede Schule erforderlich. Die  Schulbibliotheken sollten eine  feste Schulbibliothekarin haben, die unterstützend arbeitet, um das Leseverhalten der Schüler zu verbessern.
  • Das Lesen ist das Wichtigste im Leben, denn wer nicht oder schlecht lesen kann, der kann auch in allen Lernfächern keine guten Leistungen erzielen!
  • Deshalb ist es auch sehr wichtig, hier einen Platz für den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.
  • Es reicht nicht aus stundenweise Lehrer oder andere Personen, sowie ehrenamtliche Mitarbeiter einzusetzen. Eine Schulbibliothek erfordert eine feste Arbeitskraft, um das Lesen  den Schülern nahe zu bringen.

Ich bot an:

  • Leseübungsstunden für leseschwache Schüler
  • Lesestunden mit Klassen
  • Themenlesestunden
  • Projektlesestunden
  • Lernstunden (mit Sachliteratur)
  • Lern- und Lesestunden bei Unterrichtsausfall
  • Pädagogische Lesestunden (in diesen werden Bücher vorgelesen wie zum Beispiel: „Gehe nie mit einem Fremden mit“)
  • Schreib- und Leseübungen am PC
  • Ordern von Klassensätze und Themenkisten aus der öffentlichen Bibliothek sowie einzelner Medien für den Unterricht  (dieses Angebot wurde gern genutzt)

Unsere Schulbibliothek wurde von dem Lehrpersonal und den Schülern rege genutzt für:

Bibliothekseinweisungsstunden

Diese Stunden wurden von mir durchgeführt. Die Schüler von der 1-3. Klasse wurden von mir abgeholt und wieder in ihre Klassenräume zurück gebracht. Schüler ab 4. Klasse kamen allein.

In diesen Stunden lernten die Schüler, seit wann es die Bibliothek gibt, wie wurde sie aufgebaut, wer hat alles beim Aufbau geholfen, das Verhalten in unserer Bibliothek, was sind Medien, was für Medien gibt es, wann darf die Bibliothek genutzt werden, welche Medien sind für welches Alter, wie gehe ich mit den Medien um, wie melde ich mich an und es wurde über die Benutzerordnung gesprochen. Zum Abschluss durften die Schüler in unserer Bibliothek alles anschauen.

Leseunterrichtsstunden

In diesen Stunden las ich aus einem Buch 10 Minuten vor. Die Schüler bekamen dann ein Buch und lasen 10 Minuten selbst. Es wurde danach von jedem einzelnen Schüler vorgestellt. Jeder erzählte etwas über den Inhalt  des gelesenen Stücks  und las daraus vor. Wenn dann noch Zeit übrig war durfte jeder lesen was er wollte.

Für die Schüler der 1. Klasse las ich 20 Minuten vor, 10 Minuten durften sich die Schüler dann Erstleserbücher anschauen und jeder erzählte was auf den Bildern zu sehen war. Alle Schüler lernten, wie ein Buch vorgestellt wird.

Projektlesestunden

In diesen Stunden wurden Medien vorgestellt zum Projekt. (Zum Beispiel: Igel) Ich las zum Projektthema etwas vor, fragte was die Schüler zu diesem Thema alles wissen und ich hatte dann aus der Sachliteratur zum Thema vorgelesen.

Lernstunden mit den Schülern ab 4. Klasse

Die Schüler hatten ein bestimmtes Thema (zum Beispiel: Ägypten) Sie arbeiteten in der Bibliothek, unter meiner Aufsicht, mit Sachliteratur und suchten sich alles zu diesem Thema heraus und schrieben es auf.

Servicelernstunden

Die Schüler ab 7. Klasse lernten die Bibliotheksarbeit kennen und halfen in der Schulbibliothek.

Leseübungsstunden (mit 2 – 3 Schüler)

Die Schüler übten bei mir das Lesen.  15 Leseunterrichtsstunden fanden in der Woche statt. Die Schüler lasen auch außerhalb der Unterrichtstunden, in unserer Bibliothek.

Durch Baumaßnahmen waren in diesem Schuljahr kaum Entleihungen möglich, die Schüler nutzten aber sehr stark die Bibliothek zum Lesen, denn ich sorgte dafür, dass sie trotz der Baumaßnahmen bei mir einen Ruhepol fanden.

Daten

Medienbestand:                                 6933

Entliehene Medien:                          743

Leseeckennutzung:                           13187

(es wurde in der Bibliothek gelesen)

Angemeldete Schüler:                      321

Angemeldetes Personal:                  32

Es wurden nicht die vielen Medien mitgezählt, die während des Unterrichts in der Bibliothek genutzt und gelesen wurden. Wir haben auch noch nicht erfasste Medien in unserem Bücherkeller. Ständig bekomme ich neue Medien vom Personal, den Eltern und von den Anwohnern gespendet. Ich war beim Berliner Büchertisch und besorgte dort Sachliteratur für unsere Bibliothek.

Es war auch möglich neue Bücher zu kaufen, hier wurde ich vom Schulamt und vom Förderverein finanziell unterstützt.

Ich danke allen für ihre Unterstützung!

Berlin, den 06.02.12

Gabriele Neumann, Schulbibliothekarin (Grünauer Gemeinschaftsschule)