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Wettbewerb Schulbibliothek des Jahres 2017

Schulbibliothek

Schulbibliothek

Zum vierten Mal hat die AGSBB e.V. den Wettbewerb Schulbibliothek des Jahres in Berlin und Brandenburg ausgelobt. Vom 1. März bis zum 31. Mai 2017 können sich Schulbibliotheken bewerben. Die Jury aus Fachleuten der Bereiche Medien und Medienpädagogik, Bibliothek und Leseförderung nominiert die Bibliothek mit den besten Ideen für die Medienbildung an ihrer Schule. Außerdem gibt es Sonderpreise. Mitmachen zählt! Wir freuen uns auf viele Bewerbungen.

Hier gehts zur Ausschreibung.

Am 6. Juli 2017 wird die Preisverleihung im Berliner Roten Rathaus stattfinden.

Beim ersten Wettbewerb 2011 ging es um die beste und engagierteste Schulbibliothek. In Berlin gewann die Kreuzberger Lenau-Grundschule den Preis und in Brandenburg die Pestalozzi-Schule in Finsterwalde.

2013 fand der Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Staatssekretär Mark Rackles statt. Im Blick stand die pädagogische Aufgabe der Schulbibliothek. In Berlin war die Bibliothek Lesefisch der Halensee-Grundschule  Gewinnerin und in Brandenburg die Fred-Vogel-Grundschule in Vogelsdorf.

2015 gewannen die Thomas-Mann-Schule in Berlin und die Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde den Preis.

Alle Bibliotheken, die 2013 teilgenommen hatten wurden in einer Broschüre kurz porträtiert. Die Broschüre gibt es hier als Download. Sie zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten der Bibliotheken im Schulbetrieb sind.

Herzlichen Glückwunsch und Dankeschön!

Blumen für Gaby zum Jubiläum

In diesen Tagen feiert Gabriele Neumann 10-jähriges Jubiläum in der Schulbibliothek. Wir gratulieren ganz herzlich und sagen Dankeschön! Gabriele Neumann ist sehr eng mit der Geschichte der SBA (Schulbibliothekarische Arbeit) in Treptow-Köpenick verbunden. Viele Freie Träger wie Pro-AB e.V., TÜV Rheinland e.V. und TJP e.V. haben sie begleitet, die Schule ist immer geblieben. Vor 10 Jahren im März 2007 war ich mit Gabriele Neumann durch Schulbibliotheken in Köpenick auf Tour bzw. solche Schulen, die eine Schulbibliothek aufbauen wollten. Sie entschied sich für einen Start in der Grünauer Schule und nur wenige Tage später kam als Feedback der Schulleiterin Sabine Scholze: „Ich hätte ihr Goldstaub geliefert.“ Gaby war interessiert und neugierig und sehr kontaktfreudig. Schnell hatte sie Schulleitung und Kollegium im Boot und zauberte aus einem ehemaligen Fahrradabstellraum eine Schulbibliothek. Die Grundschule wurde Gemeinschaftsschule und die Schüler wurden mehr und älter. Wir aber gingen auf Reisen und Gaby fuhr mit uns nach Dänemark und Südtirol mit Unterstützung des Fördervereins der Schule. Einmal zurück setzte sie die vielen Eindrücke und Ideen an ihrer Schule um und gab ihr Wissen sehr gerne auch an das Team und neue MitarbeiterInnen in den Schulbibliotheken weiter. Gaby war meine treueste Partnerin und hatte immer ein offenes Ohr. Sie kämpfte mit mir um Stellen und um den Erhalt der Schulbibliotheken und ihre gute finanzielle Ausstattung. Wir hatten eine Vision und dafür setzten wir uns gemeinsam ein. Wir fuhren gemeinsam zu Schulbibliothekstagen und waren mit 10 weiteren KollegInnen aus Treptow-Köpenick als Gründungsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg am 17. April 2010 in der Kreuzberger Heilig-Kreuz-Kirche. Gaby kam mit zu AGSBB-Veranstaltungen und war auch dabei als wir am 10. Dezember 2013 die AGSBB als eingetragenen Verein gründeten. Sie schrieb an Politiker, um für Unterstützung und Personalausstattung in Schulbibliotheken zu werben, zu bitten, sich um die vielen persönlichen Schicksale der Quereinsteiger in den Bibliotheken zu kümmern. Wir haben viele Berichte und Broschüren veröffentlicht. Schulleiterin Sabine Scholze hat genauso geschrieben wie Dirk Retzlaff, der anlässlich der Preisverleihung des Berliner Wettbewerbes 2013 als Leiter der Grundstufe der Grünauer Gemeinschaftsschule Markus Fritz und Günter Schlamp die Schule und die Arbeit der Schulbibliothekarin zeigte. Höhepunkt war am 24. Mai 2014 die Ausrichtung des 5. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstages in Treptow-Köpenick mit Unterstützung vieler Engagierter!

Frau Scholze übergab ihre Blumen der AGSBB e.V. an ihre Schulbibliothekarin Gabriele Neumann – mehr Wertschätzung ihrer Arbeit vor über 100 Menschen und im Film festgehalten, erhalten nicht viele Menschen in ihrem Leben! Es beeindruckt noch heute! Die Geschichte in Grünau wird weitergehen, aber ohne Frau Neumann.

Einarbeitung in der Bibliothek – die Freude an der Arbeit färbt ab….

Eine geeignete Nachfolgerin scheint gefunden. Auch eine Erzieherin der Schule möchte sich um die Belange der Schulbibliothek kümmern. Frau Neumann ist zufrieden, denn ihre Gesundheit steht jetzt endgültig im Vordergrund für die nächsten Jahre. Im Sommer 2014 war ich mit ihr noch einmal auf Tour in Bremen und Hamburg. Die Erlebnisse unserer Reisen haben uns geprägt und zu Schulbibliotheksexperten reifen lassen! Den Reisebericht über Polen lesen Sie hier!

Herzlichen Dank, liebe Gaby, für eine tolle und ganz besondere Zeit! Wir wünschen Dir alles Gute!

Schulleiterin Sabine Scholze nutzt seit Jahren eine Schulbibliothek.

Blumen als Dank für Schulleiterin Sabine Scholze gibt sie an ihre Schulbibliothekarin weiter

Am Vorabend in Stettin in Polen mit Aleksandra Smuda

Grünauer Lesefreuden

Mitgliederversammlung in Vorbereitung der Vereinsgründung Januar 2013 im FoBiZ

Grünauer Gemeinschaftsschule Treptow-Köpenick

Markus Fritz und Günter Schlamp im Erfahrungsaustausch mit Dirk Retzlaff

Blumen für Gaby zum Jubiläum

Mitgliederversammlung am 17. März 2017

Mitgliederversammlung am 17. März im Puttensaal

Am 17. März fand in der Bibliothek am Luisenbad die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Neben Rechenschafts- und Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes wurde auch in die Zukunft geblickt.

Der Berliner Büchertisch wird in Zukunft in der AG von Sabrina Janthur vertreten. Ronja Stang dankten wir für die jahrelange Unterstützung bei der Homepagebetreuung und Öffentlichkeitsarbeit und ihre tolle Unterstützung als Vertreterin des Berliner Büchertisches bei unseren Wettbewerben und Schulbibliothekstagen.

Die Termine für 2017 und 2018 wurden festgelegt: am 6. Juli die Preisverleihung des Wettbewerbes „Berliner und Brandenburger Schulbibliothek des Jahres 2017, am Donnerstag, den 29. Juni 2017 laden wir zum Sommerfest ab 18 Uhr in den Lesekeller der Adolf-Glaßbrenner-Grundschule ein. Der 7. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag wird Anfang Juni 2018 in Berlin stattfinden.

Ausklang fand die Veranstaltung in einem Weddinger Lokal, wo neue Ideen gesammelt wurden und neue Kontakte geknüpft wurden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sarah Wildeisen und der Stadtbibliothek Mitte, für die Organisation und dafür, dass wir wieder diese schöne Räumlichkeit in der Bibliothek am Luisenbad für unsere Veranstaltung nutzen konnten. Herzlichen Dank allen, die uns an diesem Freitagabend begleiteten. Ein besonderes Dankeschön geht an die Schülerfirma der Ernst-Haeckel-Oberschule, die uns über Matthias Scheibleger mit einem Blech leckeren Obststreuselkuchen überraschte.

Mitgliederversammlung am 17. März im Puttensaal

Unterricht in und mit der Schulbibliothek – kleine Statistik der letzten 12 Jahre

Schulbibliotheksjubiläum 2013

Die Grundschule an den Püttbergen im Bezirk Treptow-Köpenick hat eine der ältesten Schulbibliotheken in Berlin. Sie wurde 1948 als Stadtteilbibliothek in Köpenick/als Kinderbibliothek Rahnsdorf eröffnet und im Februar 2005 dann in die Trägerschaft der Schule übergeben. 2013 feierte man groß den 65. Geburtstag der Schulbibliothek an der Schule. Hier ein weiterer Artikel von damals.

Das Team um Dirk Mertin kümmert sich seit 10 Jahren um die Belange der Schulbibliothek und die Statistik macht deutlich, was eine Schulbibliothek mit qualifiziertem Personal und ehrenamtlicher Unterstützung leisten kann. Dirk Mertin und Christina Braun sind der Kopf der Bibliothek und das soll noch viele Jahre so bleiben. Es soll aber auch erwähnt werden, dass die Finanzierung des Personals Förderverein und Schule immer wieder vor große Herausforderungen stellt.

Was führt man für eine Statistik in Schulbibliotheken, wo es doch um Unterricht und nicht um Entleihungszahlen geht. Ich möchte diese Frage in den Raum stellen und die zugearbeiteten Zahlen dieser einen Schulbibliothek hier präsentieren. Die Schule an den Püttbergen gehört zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg (AGSBB) e.V.

Es handelt sich um eine Grundschule mit einer Schulbibliothek von 86m², zwei Räumen, die miteinander im Eingangsbereich der Schule liegen und verbunden sind. 2003 spendeten die Eltern in einer Gemeinschaftsaktion von Schul- und Bibliotheksamt den Einbau der Verbindungstür einschließlich Wanddurchbruch. Ich war damals noch die Leiterin dieser Stadtteilbibliothek und Bibliothekarin der Stadtbibliothek. Die Bibliothek war montags und donnerstags von 9-15 Uhr, also 12 Stunden in der Schulzeit  pro Woche geöffnet. Heute ist die Bibliothek je nach personeller Ausstattung und Unterstützung fest in den Schulalltag integriert.

Entleihungszahlen von 2016 bis 2005 zum Vergleich:

Bestand 2016 – 9717 Bücher, 665 Kassetten, 596 CD’s, 239 CD-ROM’s, 52 DVD’s – Gesamt 11269 ME

Bestand 2006 – 6342 Bücher, 1091 Kassetten, Gesamtbestand 7433 ME

Nutzer der Bibliothek 2016: 504 Schüler und Erwachsene davon 426 Kinder, 216 Jungen und 210 Mädchen – alle Schüler und Mitarbeiter der Schule und Kitas in der näheren Umgebung

Gesamtentleihungen 2016 – 8704 ME, davon 7288 Bücher

Gesamtentleihungen 2008 – 8283 ME, davon 5670 Bücher

Gesamtentleihungen 2013 – 5607 ME, davon 4452 Bücher

Gesamtentleihungen 2014 – 4253 ME, davon 3423 Bücher

Zur Leseförderung wurden folgende Angaben seit 2005 erfasst:

Geplante Aktionen, Unterrichtsbesuche ohne Aufsicht und Gruppenbesuche mit Aufsicht

Was verbirgt sich dahinter? Die geplanten Aktionen werden vom Bibliotheksteam um Dirk Mertin und Christina Braun mit der Schulleitung und den Lehrkräften abgesprochen und vorbereitet. Begonnen wurde 2005 mit dem Wortstark-Programm aus Friedrichshain-Kreuzberg mit einer Beratung und einem Besuch bei Katrin Seewald.

Seit damals (2005) kommen die Erstklässler zu mehreren Veranstaltungen in Gruppenteilung in die Bibliothek.

Zum Unterrichtsbesuch ohne Aufsicht werden die Schüler zum Recherchieren in die Bibliothek geschickt. Manchmal werden die Kinder von Lehrern oder Erziehern begleitet.

Hier die Zahlen der Leseförderung zum Vergleich:

200549 geplante Aktionen mit 613 Kindern, 13 Unterrichtsbesuche mit 340 Kindern ohne Aufsicht, 36 Gruppenbesuche mit 673 Kindern mit Aufsicht

200688 geplante Aktionen mit 1072 Kindern, 52 Unterrichtsbesuche mit 444 Kindern ohne Aufsicht, 87 Gruppenbesuche mit 1641 Kindern mit Aufsicht

200751 geplante Aktionen mit 606 Kindern, 65 Unterrichtsbesuche mit 738 Kindern ohne Aufsicht, 55 Gruppenbesuche mit 942 Kindern mit Aufsicht

200897 geplante Aktionen mit 1086 Kindern, 73 Unterrichtsbesuche mit 766 Kindern ohne Aufsicht, 45 Gruppenbesuche mit 690 Kindern mit Aufsicht

2009 – 97 geplante Aktionen mit 1003 Kindern, 65 Unterrichtsbesuche mit 664 Kindern ohne Aufsicht, 23 Gruppenbesuche mit 309 Kindern mit Aufsicht

2010 – 76 geplante Aktionen mit 780 Kindern, 101 Unterrichtsbesuche mit 983 Kindern ohne Aufsicht, 14 Gruppenbesuche mit 167 Kindern mit Aufsicht

2011- 73 geplante Aktionen mit 797 Kindern, 185 Unterrichtsbesuche mit 1694 Kindern ohne Aufsicht, 20 Gruppenbesuche mit 233 Kindern mit Aufsicht

2012 – 66 geplante Aktionen mit 700 Kindern, 443 Unterrichtsbesuche mit 4434 Kindern ohne Aufsicht, 52 Gruppenbesuche mit 846 Kindern mit Aufsicht

2013 – 73 geplante Aktionen mit 876 Kindern, 428 Unterrichtsbesuche mit 3726 Kindern ohne Aufsicht, 71 Gruppenbesuche mit 1055 Kindern mit Aufsicht

2014 – 66 geplante Aktionen mit 1057 Kindern, 484 Unterrichtsbesuche mit 4794 Kindern ohne Aufsicht, 61 Gruppenbesuche mit 1097 Kindern mit Aufsicht

2015 – 81 geplante Aktionen mit 1215 Kindern, 464 Unterrichtsbesuche mit 5108 Kindern ohne Aufsicht, 54 Gruppenbesuche mit 1082 Kindern mit Aufsicht

2016 –  87 geplante Aktionen mit 1339 Kindern, 573 Unterrichtsbesuche mit 7516 Kindern ohne Aufsicht, 53 Gruppenbesuche mit 1070 Kindern mit Aufsicht

Ich möchte an dieser Stelle allen MitarbeiterInnen in den Schulbibliotheken für Ihre jahrelange beeindruckende Arbeit in der Leseförderung und Medienbildung, bei der Sprachförderung und dem Erwerb von Medienkompetenz danken. Die MitarbeiterInnen sind oft Quereinsteiger in der Schulbibliothek und haben an vielen Fortbildungen teilgenommen, sie sind gereist, um über den Tellerrand zu schauen und neue Ideen in den Schulen umzusetzen. Dazu gehören neben geeigneten Mitarbeitern Vertrauen und Wertschätzung der geleisteten Arbeit im Team und bei den Kindern, der Schulleitung und dem Schulkollegium und das schönste Geschenk ist für alle, fester Bestandteil im Alltag der Schule sein zu können.

Gerne möchte ich diese Reihe fortsetzen und weitere Schulbibliotheken und Ihre Bibliotheksfachkräfte vorstellen. Zuarbeiten und Zahlen sind erwünscht. Neue Finanzierungen sind angefragt, bitte für alle Schulen, denn wir haben noch „personellen Goldstaub in den Schulen“, der endlich bezahlt werden muss.

Lesen Sie hier weitere Artikel zur Statistik in Schulbibliotheken im 1. Teil und im 2. Teil geschrieben 2014.

Unser Besuch beim Tag der Bibliotheken am 11. März 2017 in Cottbus

Schule und Bibliothek - Wege der Zusammenarbeit

Bibliothek und Schule – Wege der Zusammenarbeit

Im Eröffnungsvortrag verglich der Autor und Journalist Thomas Feibel Schulen und Bibliotheken mit dem Wettlauf von Hase und Igel: Immer wenn die Schule an einem Ziel ankommt, ist die Bibliothek schon längst da. Darüber wollten wir mehr wissen und haben einige Vorträge über pädagogische Angebote von Bibliotheken und die Gestaltung von Lernräumen und Coworking Spaces in Bibliotheken gehört. Dabei gab es für uns tolle Entdeckungen und Inspirationen, wie z.B. das Projekt Wie kommt das W in den Baum von Ronald Gohr in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam oder die Arbeitsweise der Coworking Spaces, vorgestellt von Tobias Schwarz vom Café  Oberholz.

Doch unsere Lehrerinnen waren auch sehr erstaunt über Sätze wie „Die Lehrer kommen mal auf die Idee, dass die Schüler ein Buch lesen

Minute Madness

Minute Madness

müssten“ oder „Dann überreden Sie doch mal die Lehrer, länger in der Bibliothek zu bleiben“. Im World Cafe konnten dann am Tisch der AGSBB e.V. Lehrkräfte und Bibliothekare und Bibliothekarinnen darüber sprechen. Deutlich wurde beiden Seiten, dass die beruflichen Alltagswelten in den Vorstellungen der jeweils anderen stark von den Wahrnehmungen der darin Agierenden abweichen. So stellen sich einige Lehrkräfte vor, dass Bibliothekarinnen jederzeit zeitlich kurzfristig für sie und ihre Vorhaben verfügbar sein müssten. Bibliotheksfachleute stellen sich vor, dass Lehrkräfte dazu da seien, Kinder und Jugendliche zu disziplinieren. Sie sehen die Schule als Pflichtveranstaltung und einen Schulbesuch in der Bibliothek von diesem Makel überschattet, während wiederum Lehrerinnen mit dem Besuch in der Bibliothek eine Perspektive auf freie Entfaltung anbieten möchten. So kamen die Gesprächspartner und -partnerinnen schnell darauf, dass es vor allem wichtig ist, miteinander zu kommunizieren. Im gemeinsamen Gespräch können gegenseitige Besuche und Kooperationsprojekte erfolgreich geplant werden – Technikworkshops für Lehrerinnen, Elternversammlungen, Vorlesewettbewerbe und Verteidigung von Facharbeiten in der Bibliothek, Gaming Award als Kooperationsveranstaltung mit Schülerinnen als Assistentinnen. In den Prüfungszeiträumen kann die Bibliothek Raum und Rat für AG-Treffen und Einzelarbeit anbieten. Um den zeitlichen Rahmen von Unterrichtszeit für die Bibliothek optimal nutzbar zu machen, eignen sich Exkursionen, Wander- und in Projekttage besonders gut, um Veranstaltungen und Workshops anzubieten.

World Cafe

World Cafe

Doch wie kommen die Bibliotheksangebote an die richtige Adresse? Wo ist der Weg in den Schulbetrieb und wer ist die konkrete Ansprechperson? Das sind keinesfalls nur die Schulleitungen, wie oft vermutet wird. Nein – die anwesenden Lehrerinnen erklärten, dass es für die Stundenplanung und die Fachinhalte in Berlin die Pädagogischen Koordinatoren und Koordinatorinnen und in Brandenburg die Fachkonferenzleiter und -leiterinnen zuständig sind. Außerdem gibt es in Schulen Jahrgangsleitungen. Bibliotheksfachkräfte können in die Fachkonferenzen und die Gesamtkonferenzen eingeladen werden oder um eine Einladung bitten.

Insgesamt waren sich alle einig, dass sich Bibliothek und Schule gut und gewinnbringend ergänzen können. Wichtig ist, ins Gespräch zu kommen (und zu bleiben) und gegenseitige Erwartungen klar zu benennen! Eine Zusammenarbeit steht und fällt immer mit dem persönlichen Engagement Einzelner. Jeder persönlich aufgebaute Kontakt zu engagierten Menschen in Bibliotheken und Schulen ist einer künftige Zusammenarbeit zuträglich. Eine Schulbibliothek kann Bindeglied sein

Ergebnis

Gesprächsergebnis

und viel Vorbereitungsarbeit dazu leisten. Es gibt ja tatsächlich auch Kooperationen zwischen Schul- und Stadtbibliotheken, wie z.B. in der Eberswalder Karl-Sellheim-Schule.

Eine gemeinsame Fortbildung für Lehrkräfte und Bibliothekarinnen wäre eine gute Idee, denn die neuen Lehrpläne für Berlin und Brandenburg beinhalten den großen Bereich der MEDIENBILDUNG. Das ist ein sehr großes und für viele Lehrkräfte auch ein neues Aufgabenfeld, bei dem gerade Bibliotheken für Schulen großartige Kooperationspartnerinnen sein können.

Autorinnen: Anka Rahn und Jana Haase

Blick nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Immer wieder weise ich auf unsere dbv-Seite www.schulmediothek.de hin. Sie liegt in der Betreuung der dbv-Kommission Bibliothek und Schule.

In Schleswig-Holstein soll am 4. Mai 2017 darüber entschieden werden, eine Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken zu gründen. In Niedersachsen hat die Akademie für Leseförderung drei Broschüren in der Reihe „Niedersachsen auf dem Weg zur Leseschule“ herausgebracht, wo Schulbibliotheken vorgestellt werden. Herzlichen Dank für die Informationen.

Wort und Bild Hand in Hand – Bilderbuch und Comic in der kreativen Literaturvermittlung

Es gibt noch freie Plätze für ein Seminar vom 24.4. bis zum 28.4.2017

Bilder verstehen, Geschichten konstruieren…

Der bewusste und spielerische Umgang mit allen Formen der Bildsymbolik öffnet Türen in die Lese- und Schriftkultur und ist ein wesentlicher Teil erfolgreicher literaturpädagogischer Arbeit. Im Kurs werden neue und bewährte Zugänge zu Illustrationen gemeinsam erprobt und vielseitige Methoden zur optischen Wahrnehmung vorgestellt. Kritisches Hinschauen und Augen-Öffnen für bekannte und neue Bilderbücher verknüpft sich mit konkreten Ideen und Konzepten zur einfachen spielerischen Umsetzung. Ziel ist es, Bildzugänge kennenzulernen und ästhetische Kriterien für die eigene Betrachtung und für die literaturpädagogische Arbeit zu erwerben.

Mehr Informationen unter:

http://www.literaturpaedagogik.berlin/03seminare/VL1-17.htm

Workshopleiterinnen/Referentinnen: Katja Eder, Jule Pfeiffer-Spiekermann, Sarah Wildeisen und Katrin Seewald
Seminarort: K-Salon, Bergmannstr. 54, 10961 Berlin

Zeiten:         Montag – Freitag   9 Uhr – 16.30 Uhr

Kosten:        469,- Euro    (Die Bildungsprämie kann angerechnet werden.)