Glücksmomente

Glücksmomente in der Schulbibliothek

Die neue Rubrik „Glücksmomente – Was mein Schulbibliotheksleben reicher macht“ wird betreut von Sarah Wildeisen. In ihrem Artikel vom 29. Mai 2012 erläuterte sie die Idee, lud zum Mitmachen ein und lobte einen Preis aus.
Hier ist der Gewinnerbeitrag!


„Bei der Einführung zur Buchrallye befragte ich die Schüler der 4. Klasse nach der Bedeutung „Tag des Buches“ – keine Antwort.
So fragte ich erstmal: „Warum feiern wir denn den Frauentag?“. Antwort einer Schülerin: „Weil ich meine Mama lieb habe!“.
Daraufhin sprang ein Schüler, der als Leser in der Schulbibliothek geradezu in den Büchern versinkt, auf und rief: „Weil ich meine Bücher lieb habe.““

Diesen Glücksmoment hat Erika Reiche bei ihrer Tätigkeit in der Schulbibliothek in Glienick (Brandenburg) erlebt.


„Letzte Woche erhielten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, verschiedene Wörter  entsprechend ihrer Bedeutung tabellarisch zu ordnen. Im Tabellenkopf standen Begriffe des öffentlichen Lebens wie Stadt, Dorf, Krankenhaus, Schule usw. Obwohl dafür gar keine Zeile mehr vorgesehen war, ordneten alle Kinder der Grundschulklasse den Begriff „Bibliothek“ dem Bereich „Schule“ zu und monierten z.T. die fehlende Zeile. Offensichtlich sehen unsere Klassen ihre Schulbibliothek als eine selbstverständliche Einrichtung an. Das hat mich sehr gefreut.“

Diesen Glücksmoment, den die Primarstufenleiterin Antje Segebarth in ihrem Englischunterricht erlebt hat, sendete uns Anka Rahn zu von der Boris-Pfeiffer-Schulbibliothek aus der Karl-Sellheim-Schule Eberswalde.


„Wenn ich Schüler/innen berate und die passenden Bücher und/oder Aufsätze im Internet finde und sie mir einige Zeit später die Bücher zurückbringen: „Danke schön, Herr Woeller! Für den Aufsatz habe ich 15 Punkte (also eine 1) bekommen!“, dann ist das für mich der schönste Glücksmoment! Genauso freue ich mich auch, wenn einer meiner „Stammkunden“ mich mit den Worten begrüßt: „Schön wieder hier zu sein“.“

Matthias Woeller ist in der Schulbibliothek des Fontane-Gymnasiums Rangsdorf  im Landkreis Teltow-Fläming tätig.


„Aisha fasste nie auch nur ein Buch an. Sie kam aber in den Lesekeller, um zu spielen. Eines Tages entdeckte sie das Mitmachbuch (Hervé Tullet: Mitmachbuch. Velber Verlag) und begann zu lesen und zu blättern und rief mit glänzenden Augen: „Das ist ja ein Zauberbuch!“ Seitdem kommt Aisha in den Lesekeller, geht direkt zum Regal und greift sich das Mitmachbuch.“

Bettina Braun arbeitet im Lesekeller, der Präsenzbibliothek des Freizeitbereichs der Adolf-Glassbrenner-Grundschule.


„Kurz vor den Sommerferien besuche ich die 9. und 11. Klassen und biete die Hilfe der Schulbibliothek bei der Recherche und der Besorgung von Sekundärliteratur für die Präsentationsprüfungen im kommenden Schuljahr an. Innerhalb weniger Tage meldeten sich neun zukünftige Abiturienten. Eine Schülerin mit einem besonders spannenden Thema zur Kriminalbiologie zeigte sich beeindruckt von der Menge an Material, das sich in der hauseigenen Bibliothek zum Problem finden ließ. Ihre Frage lautete: „Kann ich bei Ihnen einziehen?“

Monika Grosche ist in der Schulbibliothek des Archenhold-Gymnasium tätig.


„Die Pause war zu Ende und alle Kinder liefen zu ihren Klassenräumen. Als ich die Schulbibliothek abschließen wollte, hörte ich ein Geräusch, das von hinter dem Sessel zu kommen schien. Ich ging nachschauen und sah sie: Zwischen Regal und Sesselrücken kauerte ein Mädchen, das sich so in seinem Buch festgelesen hatte, dass es alles um sich herum vergaß. So toll kann Lesen sein!“

Cornelia Dittrich, ehrenamtlich in der Schulbibliothek der Thomas-Mann-Grundschule in Prenzlauer Berg tätig


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