Neue Studie vom Rat für Kulturelle Bildung

Bibliotheken/Digitalisierung/Kulturelle Bildung. Horizont 2018

Schule und Bibliothek - Wege der Zusammenarbeit

Schule und Bibliothek – Wege der Zusammenarbeit

Im April-Mai 2018 führte die Prognos AG im Auftrag des Rates für Kulturelle Bildung und in Kooperation des Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und beauftragt und getragen vom Rat für Kulturelle Bildung e.V. und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung GmbH eine Befragung als repräsentative Umfrage unter Bibliotheksleitungen hauptamtlich geführter Bibliotheken in Deutschland durch. 668 von 1908 Bibliotheken haben geantwortet, darunter 54 von 103 Großstadtbibliotheken.

Die Broschüre enthält zwei Vorworte von Prof. Dr. Eckart Liebau als Vorsitzender des Rates für Kulturelle Bildung und ein Vorwort des Deutschen Bibliotheksverbandes von der  Bundesvorsitzenden Barbara Lision.

In der Position von Dr. Florian Höllerer, Mitglied des Rates für Kulturelle Bildung lesen wir folgendes Zitat im Absatz Eine Position auf S. 47 Vorsicht Schulbibliotheken! :

An erster Stelle, was die Intensität der Zusammenarbeit angeht, rangieren in den Antworten der Befragung die Schulen sowie die Kitas. Lassen Sie mich hier einen Aspekt herausgreifen und zum Schluss mit einem Appell verbinden. Es betrifft die Schulbibliotheken, über deren Zustand wir zu wenig wissen und von deren Zukunft wir zu wenig hören. In Zeiten einer mantrahaften Rhetorik von „Wir sind hinterher…“,  „Digitalisierung first, Bedenken second“ und „Fitness für den globalen Markt“ sind sie der Gefahr ausgesetzt, eine bedrohte Spezies werden – und den gewaltigen Technikaanschaffungen der Schulen Raum machen zu müssen. Dabei könnten die Bibliotheken mit ihrer Verständigkeit im Zusammenspiel von digitalen und analogen Medien, ihrer Kultur des Zuhörens, ihrem Erfahrungsschatz in Sachen Leseförderung sowie den Möglichkeiten ihrer Infrastruktur an dieser Stelle nur von Nutzen sein. Die Frankfurter Erklärung des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) zur Medienbildung in der Schulbibliothek aus dem Jahr 2015 fordert die Stärkung der Schulbibliotheken, Investitionen in ihre mediale Infrastruktur und in qualifiziertes Personal. Mit gutem Beispiel voran geht die Stadtbücherei Frankfurt am Main mit ihrer Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (sba) Diese schwärmt in die Frankfurter Schulen aus und bietet mit einem Vor-Ort-Service auf Zeit Beratung rund um die Einrichtung, Organisation und Optimierung der Schulbibliotheken an. Liebe Schulen, lasst Euch die Schulbibliotheken nicht abhanden kommen, fragt diejenigen, die sich damit auskennen und dies über lange Jahre bewiesen haben! Liebe Bibliotheken wartet nicht, bis Ihr gefragt werdet, Ihr habt den Fuß in der Tür!

Danke, das ist beeindruckend und nachhaltig, es bewegt sich was! In den Empfehlungen auf S. 53 heißt es weiter:

Lage der Schulbibliotheken und Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken und Schulen ermitteln

Dr. Florian Höllerer, Mitglied des Rates für Kulturelle Bildung, weist in seinem Kommentar darauf hin, dass bisher kaum empirische Untersuchungen zu Schulbibliotheken, zu in Schulen angesiedelten Öffentlichen Bibliotheken, die zugleich als Schulbibliotheken fungieren, existieren. Diese Schnittstellen zwischen beiden Institutionen sind jedoch für die Weiterentwicklung kultureller Bildungsangebotebesonders wichtig. Der Rat für Kulturelle Bildung rät dazu, dieses Desiderat aufzugreifen und weitere Forschungen zum Themenkomplex der Kooperationen anzustellen, für die sich auch mit Blick auf die Digitalisierung neue Wege und Potenziale ergeben.

Die gesamte Studie lesen Sie hier.