1. Bibliothekspolitischer Kongress in Berlin beendet

Am 1.-2. März trafen sich 350 TeilnehmerInnen zum Bibliothekspolitischen Bundeskongress „Zugang und Teilhabe im digitalen Wandel“.

Organisiert von der Geschäftsstelle des Deutschen Bibliotheksverbandes tagte man zwei Tage in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz in der Potsdamer Straße im Herzen Berlins am Potsdamer Platz.

Unter den Teilnehmern waren Abgeordnete des Bundestages, Vertreter aus Bundes- und Landesministerien und Bezirksregierungen im Gespräch mit den Führungskräften der Bibliotheken, die sich auch im Deutschen Bibliotheksverband engagieren und Vertretern aus dem Kulturellen Leben, unterstützt von Moderatoren wie Harald Asel, rbb Inforadio oder Vera Linß vom Deutschlandfunk Kultur.

Das Grußwort sprach Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur in Berlin.

Weitere Informationen findet man unter www.dbv-bundeskongress.de

Die Presseerklärung des Deutschen Bibliotheksverbandes finden Sie hier.

Die Podiumsdiskussionen wurden durch Impulsvorträge eingeleitet, die viele neue Gesichtspunkte auf die digitale Welt und die Digitalisierung brachten.

Besonders beeindruckend fand ich auch die Darstellung von Dr. Chantal Eschenfelder, Leiterin Bildung und Vermittlung des Städel Museums in Frankfurt am Main.

„Mehr Nachhaltigkeit leben“ – hier beeindruckte Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin Deutsche Unesco Kommission mit ihren Ausführungen. Auch Dr. Christiane Zangs, Beigeordnete für Schule und Bildung der Stadt Neuss, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses des Deutschen Städtetages erwähnte den Aufbau und die Weiterentwicklung aller Bibliothekstypen und nannte explizit auch die Schulbibliotheken.

Über künstliche Intelligenz zu lernen, war eine Bereicherung der Veranstaltung und eine tolle Einführung von Reinhard Karger, vom Dt. Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz GmBH (DFKI) aus Saarbrücken.

Mein persönliches Fazit sind viele gute Ansätze in die richtige Richtung im lebenslangen Lernen, für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Wir brauchen ein Nationales Bibliotheksgesetz, was in unserem föderalen System kaum möglich ist,  und eine Nationale Bibliotheksstrategie neu zu denken, war der erste Schritt der Politik auf diesem Kongress, auch alle Zuständigkeiten ins Boot zu holen und die Bildungsoffensive endlich schneller zu denken!

Wie immer auf diesen Kongressen, ist das Netzwerken am Rande wichtig und wir waren auch als AG Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg sichtbar und die Lobbyarbeit für die dbv-Kommission Bibliothek und Schule an dieser Stelle war unglaublich passend zum Thema des Kongresses.

Ich kann mich nur bedanken und bin stolz, dabei gewesen zu sein. Es gibt Motivation im Alltag, die Dinge endlich größer, globaler und lockerer zu denken und „zu beginnen!“.