Geld für Schulbibliotheken

Friedrichshain-KreuzbergGute Nachrichten aus Friedrichshain-Kreuzberg: Bildungsstadtrat Dr. Peter Beckers erklärte in einem Gespräch mit dem Berliner Büchertisch und der AG Schulbibliotheken, dass genügend Geld für die Anschaffung neuer Schulbibliotheksmedien vorhanden sei. Für jede Schulbibliothek in Friedrichshain-Kreuzberg sollten nach seinen Aussagen Neuanschaffungen im Wert von 500 € möglich sein.

Dr. Beckers, der auch Stellvertretender Bezirksbürgermeister ist, hatte zu einem Treffen ins Rathaus eingeladen. Mit Cornelia Temesvári und Ronja Stang vom Berliner Büchertisch, Victor Wolter von der AG Schulbibliotheken und einem Vertreter des Schulamts sprach er am 21. Januar 2016 über Möglichkeiten der Förderung von Schulbibliotheken im Bezirk. Er legte dar, was sein Bezirk realisieren könne und für welche Aufgaben das Land Berlin zuständig sei. Ausdrücklich formulierte er:

Für die Versorgung der Schulbibliotheken mit Büchern und anderen Medien ist das Schulamt des Bezirks zuständig.

Finanziert werden diese Ausgaben aus dem Lehr- und Lernmittelfonds, der den Schulen jährlich zur Verfügung steht. Die Mittel aus dem vergangenen Jahr seien nicht erschöpft, sodass sogar Rücklagen gebildet wurden. Dadurch haben zur Zeit alle Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg die Möglichkeit, ihren Lehr- und Lernmittelfonds zur Verbesserung des Angebots ihrer Schulbibliotheken zu nutzen. Ein entsprechender Bedarf kann über die Schulleitung direkt dem Schulamt gemeldet werden.

Für Schulbibliotheken, die seit Jahren von Spenden oder Schenkungen leben, ist das eine gute Nachricht. Ob sie nur für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gilt, ist gar nicht so sicher: Fragen Sie doch mal Ihre Schulleitung oder Ihr Schulamt, wie es in Ihrem Bezirk aussieht. Womöglich schlummern auch dort noch unerschlossene Reserven! Vielleicht können Sie so auch die ersten Tablet-Computer mit Sprachfördersoftware für Ihre Schulbibliothek finanzieren …

Eines ist jedenfalls Fakt: Es wäre sehr bedauerlich, wenn das Geld in den prall gefüllten Töpfen verfallen würde, nur weil die Schulen ihren Unterstützungsbedarf in Bezug auf Schulbibliotheken nicht kommunizieren …